Utlac. Wilsälde. 165 Z. in den drei Nornen. Jhre Beschlüsze heißen war-c1igisoap11 nach dem Namen der ältesten Schwester. Auch sie sind den Göttern nur nach den ältesten Vorstellungen übergeordnet und wir thun beszer, sie an einer andern Stelle des Systems zu besprechen. Sonst ist das Schicksal unpersönlich, nnd von diesem soll schon hier REc)EUsthaft gegeben werden. Seine Beschlüße heißen altn. scöp, alts. gTsca1)u, ags. gesceapu; auch wohl altn. örlög, ahd. nicht mehr plum- Ultk) u:-like, mhd. ur1ouc, das in den Begriff des Kriegs übergeht, weil - in der Schlacht die Geschicke sich entscheiden, daher noch seht Orlogschifse Kriegsschifse bedeuten. Von den Walküren wird gesagt, daß sie auszögen Urlog zu treiben, Schicksal zu wirken, den Krieg zu entscheiden. Die GEstl)kcke sind gelegt, gesetzt, Urniederleguugeu, UrsestseYungen, denen der Mensch sich nicht entziehen mag, denen selbst die Götter unterliegen. Das anerschaffene ,beschaffene' Glück hängt von der Stunde der Ge- burt ab: das Glück wird uns an der Wiege gesungen, ein Ausdruck, der U11f jene begabenden Namen oder Feen anspielt, die zu dem Neugebor- neu hintreten, ihm sein Glück zu ,schasfen'. Die Stunde heißt aber ahd. l1wi1a, und das daran gekniipste Glück hwi1sä1id8., die Wilsa-lde, die Mc) Wohl persönlich gedacht wird, weil sie der begabenden Norne gleicht. -Der Einfluß des Gestirns ist erst ein späterer Glaube, für den man sich UUf den ,Stern der Magier' berief, Myth. 820"; oder entsprach jeder Seele ein Stern am Himmel? Bergmanu Solarliod 95. In der Pilatus- sage kündigt der Stern die Stunde der Zengnng an; daß dieser Zug Aus der sränkischen Heldensage hergenommen sein wird, habe ich in ,Bertha die Spinnerin" 144 gewiesen. In der Weihenstephaner Chronik wird er von Karls d. Gr. Zeuguug erzählt, und hier steht er an der richtigen UND wohl auch ursprünglichen Stelle, denn wohl an einem großen Manne Wie Karl, nicht an einem feigen Schwächling wie Pilatus mögen die Sterne Theil nehmen. Eine weitere Uebertragung findet sich in Kliugsors Sternschaunng auf der Wartburg, wo es der Geburt der h. Elisabeth gilt- So hat dieser Glaube, aus dem das NativiiätstelIen der neuern Zeit hervorging, den geistlichen Kreis; kaum verlaßen, da Karl der Große im Licht eines Heiligen stralte. Glückskinder hießen, die zu glücklicher Stunde geboren waren. Wenn man von ihnen sagte, sie seien mit der Glückshaube, die auch der HERR hieß, zur Welt gekommen, so knüpfte sich dies; an etwas Natür- Ukk)Es, da wirklich einige Kinder eine leichte um das Häuptlein gewundene H0Ut (Kinderbälglein) mitbringen. Diese ward sorgfältig aufgehoben oder unter der Schwelle vergraben. Man wähnte, der SchuYgeist des Kin- des (nord. fy1gja) oder ein Theil seiner Seele habe darin seinen Sitz. Myth. 829.