Erneuerung und For-tdauer. 48. Eddischer Bericht von der Erneuerung. Zuerst die Darstellung der Wöluspa, welcher die jüngere Edda D. ,-52 nur Einzelnes aus Wafthrudnismal 44-47. 50-51 hinzufügt. Die Seherin spricht von sich: 57. Da sieht sie auftauchen zum andernmale Die Erd aus dem Wasser und wieder grünen. Die Fluten fallen, der Aar fliegt darüber, - Der auf dem Felsen nach Fischen weidet. 58. Die Asen einen sich auf Jdafeld- Ueber den Weltumspanner, den großen, zu sprechen. Uralter Sprüche sind He da eingedenk, Von Fimbnltyr gefundner Runen. 59. Da werden sich wieder die wundersamen Goldenen Scheiben im Grase finden, Die in Urzeiten die Asen hatten, Der Fürst der Götter und Fiölnirs Geschlecht. 60. Da werden unbefäet die Aecker tragen, Alles Böse schwindet, Baldur kehrt wieder. In des SiegsgottS Himmel wohnen Hödur und Ball-ur, Die walweisen Götter: wißt ihr was das bedeutet? 61. Da kann Hönir selbst fein Looß sich kiesen Und beider Brüder Söhne bedauert Das weite Windhcim: wißt ihr was das bedeutet? Die Erneuerung, Entsühnung der Welt und der Götter bedeutet es an diesen Stellen, wie vorher immer den We"ltuntergang. Es ist im Ge-" danken -begründet, daß dieselbe Frage, die bisher so schaurig tönte, hier eine heitere Wirkung"macht, nachdem Ach die Weltgeschicke glücklich ge- wendet und gelöst haben. s62. Einen Saal seh ich heller als die Sonne, Mit Gold bedeckt auf-Gin1ils Höhn. Da werden bewahrte Helden wohnen Und ohne Ende der Ehren genießen. 63. Da reitet der Mächtige zum Rath der Götter, Der Starke von Oben, der Alles steuert. Den Streit entscheidet er, schlichtct Zwist-: Und ordnet ewige Satzungen an.