VII. rückt Bourbon 505 er aus S. Pietro in Bagno an Leyva nach Mailand einen Brief, der aufgefangen und entziffert ward; darin sagte er: ,,Jch bin mit diesem glücklichen Heer zu S. Pietro in Bagno angekommen und will keine Stunde zaudern vorzugehen, in der Hoffnung, daß mir die Gelegenheit günstig sei; denn in Folge des Acrords mit unserm guten Vicekönig sind die Feinde ungeriistet, und sie werden kaum noch Zeit finden sich vorzusehen. Die Not dieser Armee ist namenlos,U aber sie erträgt alles willig, da ihr jede Stunde tausend Jahre dünkt bis zu dieser verwiinschten Plünderung von Florenz. Wir werden gerade darauf los marschiren.H Der Kaiser selbst wünschte, daß Bourbon vorrücke, um sein Kriegsvto,lk bezahlt zu machen und einen bessern Vertrag zu erzwingen.2 Wenn er die Capitulation Lannoy7s ratificirte, geschah es doch nur unter der Bedingung, daß Bourbon nichts besseres durchsetzen konnte. Carl richtete wie Clemens sein Ver: fahren nach den Umständen; wie der Papst im December bei Frosinone feinen Legaten instruirt hatte trotz. des Ver: trags das Waffenglück zusverfuchen, ganz so instruirte Carl seine Generale. Davon daß feine Truppen Jtalien vers lassen sollten, wollte er nichts wissen; selbst wenn Frankreich und Venedig in den Waffenstillstand eintraten, sollte Bourbon die Armee im. Gebiet der Venetianer oder auf der Grenze festhalten. Vor allem sollte nichts geschehen ohne empfangene GeldzahIUUS H Dezii.rato de lre di Borbot1e ad Am. de Leva da S. Petro in Bagn0 a1li 19. de Apkjle 1527. Archiv Gonzaga. D Bucholtz l1l. 58., 59., 66. Carl an Lanuoy, 5. Febr. 1527. An Bourbon, 31. März. Lk1n2., 11t supra p. 704. Z Briefe Car17s v. 12. Mai 1527 an Bourbon U. Lannoy, BucholH 11l. 67. 68.