Die Vorgict. 155 Orfi11i, mußte Rom verlassen, weil Prospero Colou11a auf Seiten der Borgia ffand. Im Cardinalscollegiu1n war auch Barbo ihr Anhänger, und der im Der. 1456 mit dem Purpur beglückte Piccolo1niui, ein feiner Höfli11g, welcher jeder that: sächlicheu Macht huldigte. Unter dem Einfluß der Borgia erlitt Rom eine späuische Jnvasion: denn maffenweife strön1tcsn Sippen nnd Anhänger dieses Hauses und Gliicksjäger aus Spanien in die Stadt. Man nannte diese ganze Faction der Borgia die ,,Catalanenll. Da in ihren Händen alle militärifche und polizeiliche Gewalt lag, iibten sie eine völ: lige Despotie aus. Die Justiz war 1villkiirlich; man raubte und mordete ungeftrast.1 Die Engelsburg und manche an: dere Festung hatte der Papst Don Pedro übergeben; endlich wagte er es sogar diesem nn1viirdigenNepoten am 31. Juli 1458 den Vicariat von Benevent nnd Tcrracina zu erteilen.2 Weil nämlich Eugeu IV. die Regierung dieser päpstlichen Städte Alfonso nur auf Lebenszeit überlassen hatte, waren sie nach des Königs Tode an die Kirche rechtlich zurück: gefallen. Don Pedro stieg jetzt als der erste Mann in Rom zur Größe auf, von Jugend und Glück stralend, in fürst: lichem Reichtum schwelgend, der glänzeudfte Ritter den man sah.3 Da zertrljmmerte der die Tod p15x;,1ich EhVgE4izigei1 Pläne T Bulle, Rom 31. Juli 1458. Zins, ein Goldpocal. Borgia ut s11pra III. 386. Jedoch beide Städte befelHte König Ferrante.4 Z SJp1eDdidissi1nus Eq11es nennt ihn Gaspar Ve1s0nenSjs de gestis P:2H1i 11. Imus. 11I. It. 1035.