424 Puck Zwi5Iftes Capicel. Erstes Ro1nzug vor der Stadt an. Es war der Morgen des 16. Octobers, am Sonnabend. Als Petrarea Urban den V. zur Heimkehr ermahnte, hatte er ihm gesagt, daß die Engel selbst ihn am Tore Rcm7s empfangen würden. Aber wenn himmlische Geister sich herabgeschwungen hätten, dem feier: lichen Einzug Urban7s beizuwohnen, so würde sie der krie: gerische Lärm von Pauken und Trommeten und der Anblick der langen Reihen gepanzerter Reiter alsbald hinweggeschreckt haben.1 Der Statthalter Christi zog in die heilige Stadt, wie ein zu Kampf und Krieg geriisteter General oder ein erobernder König an der SpiHe einer Armee. Wir ver: zichten darauf die Gefühle auszusprechen, welche die Seele Urban7s bestürmten, als er den altersgrauen Dom des S. Pe: ter vor sich aufsteigen, als er die Mauern, die Türme, die Ruinen der ewigen Stadt vor sich sah. Das römische Volk, die Magistrate, der Clerus. waren ihm entgegengeströmt, mit Palmen, Blumen und Fahnen, und heiligen Gesängen den endlich wiedergekehrten Gemal der abgehärmten Roma einzuholen. Der Graf Amadeus von Savoyen, Nicolaus von Este, Rudolf von Camerino, die Malatesten, zahllose Barone und Ritter, die Bannerschasten vieler Städte beglei: teten, erössneten und schlossen mit ein Paar tausend Reitern und mit mehr Fußvolk den geistlichen Zug. Der Papstritt auf weißem Zelter, dessen Zügel italienische Fürsten hielten, während der Herr von Camerino die Fahne der Kirche über feinem Haupt entfaltete. Elf Cardinäle, die meisten finster und argwöhnisch umherblickend, waren mit ihm. Mehr als 1 Quid segniS militaribus opus eskP satiS esset okux Christi calumnias. 0pp. Basil. p. 1073.