T1seffIk4V9s Regi1nent Cola.S. 255 Die gesicherten Straßen belebten sich d1zrch Handel und Ver: kehr; der Landmann ackerte wieder unbewaffnet sein Feld, und der Pilger zog unbesorgt zu den Heiligtümern Nom,s. Ein religiöser Geist durchdrang das erlöste Volk, wie das brittische insder Zeit CromwellDs; die in Verbrechen versunkene Bürgertugend erhob sich wieder bei diesem Lichtftral der Freiheit nnd des Friedens. l Der Ruf des Mannes, welcher in kurzer Zeit so Großes geleistet hatte, verbreitete sich in der Welt. Es war eine erheiternde Fabel, wenn Schiffer erzählten, daß selbst der ferne Snltan in Babylon Furcht vor dem Tribunen empfand, aber vielleicht nicht Uebertreibung, wenn einer der heimkeh: renden Boten erzählte: ,,Jch habe diesen Botenstab öffentlich durch die Wälder und Straßen getragen; zahllose Menschen sind vor ihm niedergekniet und haben ihn mit Freudetränen geküßt, weil nun die Straßen von den Räubern frei geworden sind.E In den ersten Monaten seines Regiments verdiente Cola der Abgott Roms zu sein, und eine neue Aera der Republik von sich zu datiren. Das Volk sah in ihm einen von Gott auserwählten Menschen. Noch tadelte Niemand den eiteln Pon1p, in welchem sich der Volkstribun darstellte, so oft er Rom durchritt. Als er am Fest von S. Peter und Paul nach dem Dom zog, saß er auf hohem Streitroß, 1 Cola, dessen Bricfe diese Stimmung abspiegelu, schildert selbst die Umwandlung der Römer in seinem Brief an einen Freund bei der Curie zu Avignou CHobhouse P. 536J. Er spricht darin von seiner eignen raftlosen Thiitigkcit: malte vjvebat qujetjus O0la Laurentjj quam Tribunus n0c.stcm acidimus opcri et lnb0ri. Ein ungeheuchcltcr Brief voll edler Gesinnung. Dat. in Capito1j0. in quo, regnante justicia, rect0 could vigemus, die XV. .1ulii, XV. 1nd. 1iberatac rej pas