Aecht1mg der Co1o1um. 545 Gepräge gegeben. So viel ist gewiß, daß die Colonna durch Hoffnungen getäuscht wurden, die man ihnen im Namen des Papsts gemacht hatte.1 Auf solche Zusagen allein hatten sie sich unterworfen. Indem sie nun, statt ihre Gitter wieder zu erhalten, deren schrecklichen Ruin sahen, erhoben sie sich in neuer Rebellion. Sie fürchteten sur ihr Leben selbst. Stephan, der sich ebenfalls unterivorfen hatte; sollte, so hieß es, durch gedungene .Johauniter ermordet werden; er und die Andern seines Hauses entzogen sich dem päpstlichen Tri: bunal durch die Flucht, worauf sie Bonifacius nochmals ex: communicirte.2 Er ächtete sie, verbot allen Städten und Ländern sie aufzunehmen, erklärte ihre BesiHungen für heim: gefallene,sZ Gut der Kirche, und verlieh einen großen Teil davon an römische Edle, namentlich die Orsini. In dies Verderben wurde auch Johannes Anibaldi von Ceccano hin: eingerissen, während der ungliickliche Poet Fra Jacopone bis an den Tod von Bonifacius VIII. in einem finstern Kerker zu Palästrina schmachtete, aus welchem er den unerbittlichen Papst in bewegten Versen um seine Absolution vergebens anflehte. Z 1 Benvenuto V. Jmola, Sanet Antonin II1. p. 248, Billani, Bei nincontrius, die Chron. V. Este CMur. XV. p. 344J beschuldigen den Papst geradezu des Trenbruchs. Tosli hat ihn davon zu reinigen unten nommen; doch seine Beweise find nicht gelungen. 2 Balle ad Succidend0s, siehe L. VI. Decreta1. V. tit. lI1. S S. die Satiren xVIl. und xIX. in der Venetianer Ausgabe seiner Poes:en. Jacopone erlangte erst mit den Colonna durch Benedict XI. die Absolution. Er lebte dann bei Todi, wo in S. Fortnnato seine geistvolle Grabschrist sagt: 0ssa Beatj Jacoponis de Benedictis, Tudertinj, artig de1usit et coe1um rapuii:. Sie datirt jedoch erst vom Jahr 1596. Das Volk gab dem Dichter die Ehre des Seligen: Beatus. Gregorovins, Gesrhichte der Stadt Rom. V. 35