138 Neuntes Buch. Capitel. Drittes8 Die Spannung mehrten Streitigkeiten um bischöfliche Jnvestituren Sicilien7s, welche die Kirche beanspruchte, und Friedrich bestritt, der sich kaum als Herr in seinem Erblande fühlte, als er dies vom Papst völlig unabhängig machen wollte. Die römische Curie sah mit steigendem Argwohn die weisen Reformen des Kaisers, welche jenes Königreich in eine selbständige Monarchie verwandelten; denn hier schuf Friedrich in rastloser Thätigkeit die Grundlage seiner Macht, und von hier aus schien er seinem Ziele zuzustreben, durch Zerstörung der italienischen Eidgenossenschaften, der Städtefreiheit, und des innocentianischen Kircheustaats ein einiges, monarchisches Italien zu. schaffen. So fürchtete man schon damals am päpstlichen Hof. Dort war auch Johann von Brienne als Kläger auf: getreten. Denn kaum mit Jolantha, der wahren Erbin Jeru: salems durch ihre Mutter Maria, vermält, nahm der Kaiser selbst den Titel eines Königs von Jerusalem an, und sein um alle Hoffnungen betrogener Schwiegervater brachte nun seine Klagen vor den Tron des Papfts. Honorius be: nutzte sofort den Groll und die Talente des ritterlichen Ex: königs, eines Bruders von jenem Walther, dessen sich einst Jnnocenz I1I. bedient hatte, indem er ihm die, weltliche Statthalterschaft in einem großen Teil des Kirchenstaats übertrug.1 Das armselige Resultat aller leidenschaftlichen I Bul1e an die Völker der betreffenden Kirshenlande, vom 27. Jan. 1227, Naynald n. 5. Tot.um patrjmonium quod habet R. E. a R.adi. cofano usque Romam, excepca marchja Anconitana, ducatu spo1eti, Reste as sabinae, curae regjmjni et custodiae ipsjus 1segsis duximuS comjtte11dam; folgt die Aufzählung der Orte. Ja Briefen Gregor7s 1X. heißt Johann von Briem1e geradezu nur Rect0k patkjmo11ji B. Petri in TuScja.