Drittcs Capitei. 1. Friedrich entschließt sich nach Deutfci;land zu gehen. Er kommt nach Rom. Er wird in Aachen gekri311t, 1215. Er gelobt einen Krenzzug. Latemnifcbes Concil. Tod Von Jnnocenz 11I. Sein Charakter. Welt: herrliche Größe des Papsttums. Der junge Erbfeind seines Hauses, den er schon ver: nichtet glaubte, erhob sich plö3lich, vom Papst heranfbeschworen, gegen Otto wie David gegen Saul. Ein seltsames Geschick berief Friedrich, den ersten und am meisten berechtigten jener drei Erwählten, zu allerletzt, in dem großen Kronstreit auf: zntreten, das staufischeHa11s wiederherzustellen, und ihm eine neue Blüte zu geben, welche sich an der Sonne Sicilien7s entfaltete. In der Hand von Jnnocenz waren jene drei Er: wählten wie Figuren eines Schachspiels gewesen, die er eine gegen die andre, nnd eine nach der andern ausspielte. Sie alle hatten die Unwiirdigkeit empfunden, Diener eines fremden Willens sein zu müssen. Der junge Sohn Heinrich7s VI. sog gegen diese selbstsiichtige Politik einen tiefen Haß ein, der sein Leben beherrschte. Er vergaß es nie, weder daß er den Schutz der Kirche mit dem Lehnsverhältniß nnd dem Verlust kostbarer Kronrechte hatte erkaufen müssen, noch daß er vom Tron des Reichs ausgeschlossen wurde, als der Papst Otto lV. darauf berief.