93 Indes; die Herrschaft Ottots wankte schon jenseits der Alpen. Schwärme sanatischer Mönche durchzogen Deutsch: land als Emissäre der Rache von Jnnocenz, und seine Le: gaten untergruben sGnell des Kaisers Tron. Kaum war dort der Bann bekannt geworden, so erhob sich gegen ihn eine starke sPartei. An dieselben deutschen Fürsten, bei welchen er vor wenig Jahren so nachdrucksvoll für Otto7s Erhebung gewirkt hatte, und auch an den schadensrohen König Franks reichs schrieb Jnnocenz III. peinvolIe Briefe, in denen er seinen Jrrtum gestand und sein Geschöpf verwars. Dies war die tiefste und die gerechte Demiitigung des stolzen und herrsch: siichtigen Mannes. Nun berief er selbst den jungen Friedrich auf den Tron, von welchem er ihn bisher mit so kalt und ruhig erwogener Politik grundsätzlich ausgeschlossen hielt. Doch dies war wenigstens die Genugthuung für sein Rachegefühl, daß er den Präteudenten zum Sturze Otto7s bereit hatte. Ein Teil der deutschen Fürsten erklärte zu Nürnberg den Kaiser für abgeseHt, und berief Friedrich von Sicilien auf den Trost. Dies zwang Otto seine Pläne aufzugeben, im November 1211 Apulien zu verlassen, und nach Norditalien zu gehen, wo bereits mehre Städte ihn nicht mehr anerkannten, und der Markgraf von Este sich an die Spitze einer gegen ihn gerich: teten Liga gestellt hatte. Schon im Frühjahr 1212 kehrte er nach Deutschland heim. c1iab01i. Cassius. Hejst. Miraculor. I. 127. Jti den Regeftcu Otto7s Erscheint der Präfect Petrus zum ersten Mal unter den Hofleuten des Kaisers am 30. März 1210; zum letzten Mal mit feinem Sohn Johannes in Lobi am 22. Jan. 1212.