Kaiserkrönung Heinrich7s 229 Der bekümmerte Gregor wollte eher sterben, als sich Vor dem Könige erniedrigen; er saß in der Engelsburg, ge: deckt von den Schilden und Speeren eines Häufleins ent: schlossener und treuer Männer; und noch war nicht alles für ihn verloren. Ein großer Teil des Adels hing ihm noch an; die festesten Punkte in Rom blieben noch in seiner Gewalt. Sein Neffe Rusticusi hielt den Cölius und Palatin; das Ge: schlecht der Corsi das Capitol; die Pierleoni lagerten an der Tiberinsel, wie überhaupt alle Brücken im Besiize der Gre: gorianer waren.1 Nun aber eilte Heinrich, durch einen po: litischen Art in Rom selbst den Feind zu vernichten: ein Parlament der Römer, der Großen und Bischöse seines La: gers lud Gregor vor, erklärte ihn, da er nicht erschien, für abgeseHt, und anerkannte Wibert in aller Form als Papst. Clemens III. wurde am Palmsonntag im Lateran eingesetzt und von lombardischen Bischösen geweiht, worauf er am g2szs,:I, usw Ostertag, den 31. März, nach einem schwachen Widerstand He1EFiY.s2siW der Gregorianer, Heinrich und seine Gemalin Verta im S. Peter krönte. Zugleich iibertrugen die Römer ihrem neuen Kaiser auch die patricische Gewalt.2 Kaiser und Papst mannen. Jrrig setzt ihn Stenzel CI. 486J ins Jahr 1083. Sudendorf CRegistr. B. I. 55 n. XV1IJ teilt ein Gedicht auf die Einnahme RomIs mit, welches indes; ganz wertlos ist. 1 Papa gutem in casi;e11um s. Angeli se recepit, omnesq. Tjs potestate. Vernold A. 1084. Pagi, Muratori und andere deuten dies irrig so, als hätte Heinrich, nicht der Papst diese Feftungen in Ge: walt gehabt. V Heinrich an den Bischof von Verdün: c10sq11s s PMB CISI119Ut8 0rdjnatum et consensn 0mnium Roms,1101s. c0nsecratum in die s. paschae in imp. t0tius p0puli R01nani exultatione. Gluten. Sjegs be.kti: H. rex patkjoius Roman0r. constituitur,. und so Ärmel. Parchenses.