Sechstes Capitcl. 1. Jnnere Zustände Rom7s und der Römer. Die drei Volks:Klassen. Militische Organisation. Der Gxercitus Romanus. Das System der Scholen. Allgemeinheit des Zunftwesens. Die Scholen der Fremden: Juden, Griechen, Sachsen, Franken, Langobarden und Friesen. Die drei Solksklassen Nvm7s. Dieses Capitel wird versuchen, die bürgerlichen Zustände der Stadt Rom im achten Jahrl;1t11dert darz11stellen. Eine dreifache ZusammenseHung der Klassen aller Römer ist lange von uns bemerkt worden: die geiftliche, die militä: rifche, und die des geringeren Standes der römischen Bär: ger, oder Clerus, Adel und Volk im allgemeinen, denn im besondern gehn Clerus und Adel hie und da in dem Begriff von Judices und Optimaten in einander über, wie der be: waffnete Bürgerstand in die Militia eintritt, als deren Häup: ter die reichen und durch namhaftes Geschlecht ausgezeich: neten Römer erkannt werden. Die innere Organisation Roms in Bezug auf diese drei großen Klassen, von welchen der Papst gewählt wurde, darzulegen, ist das zweifelhafteste Unternehmen für den Gefchichtschreiber der Stadt, und die Ungewißheit wird durch das Uebergehn der geistlichen und weltlichen Elemente in einander außerordentlich vermehrt. Zur Zeit der Gothen war die römische Kirche, wie jedes andre Bistum, auf ihre eigenen Angelegenheiten beskhränkt