Drittes Capitel. J. Paulus I. Papst, 757. Schreiben der Römer an Pipin. Freundliche Beziehungen des Papfts zu diesem Könige. Defiderius bestraft die rebel1ischen Herzöge von Spoleto und Benevent. Er kommt nach Rom. Politisches Verfahren PanlTs. Verhältnis; des Papsts nnd Rom7s zu Byzanz. Frieden mit Desiderius. Stephan lag noch auf dem Sterbebette im Lateran, als die ungeduldigen Römer schon zur Wahl seines Nachfolgers schritten. Eine Partei stimmte für den Archidiacon Theophylact, die andere für den Diaconus Paul, des Papsts Bruder. Jene war, so glauben wir, byzantinisch, diese fränkisch; jene wollte die Beziehungen zur legitimen Reichsgewalt wie: der aufnehmen, diese die fränkische Politik Stephan7s H. fortführen, und zu ihr gehörte die Mehrzahl des römischen Abels, aus dem wol beide Brüder selbstEabstammten. Der Mann der neuern Zeit siegte über die Alt:Conservativen; denn nach kurzem Widerstand dersGegeupartei wurde die Wahl Paul7s durchgesekzt. Er bestieg den Stul Petri am P,,UH, 29. Mai 757. Zwei Brüder folgten einander im die Gefahr, welche darin für das demokratische Wesen des päpftlichen Wahlreicl;s lag, war vorübergehend, wiederholte sich jedoch in Zeiten, als die Barone der Ca1ripagna Rom beherrschten.