Johann V1I. 193 sich der Beschlüsse des TrulIanischen Concils erinnerte: er schickte sie mit zwei Metropoliten nach Rom, daß sie der Papst unterzeichne. Johannes verweigerte zwar seine Unterschrift, aber er setzte sich dem Tadel der Orthodoxen aus, weil er nicht den Mut hatte, diese uncauonischen Artikel zu ver: dammen. Sein Lebensbefchreiber erblickte in diesem Vor: gehen sogar die Ursache seines baldigen Todes, der im Oe: tober 707 erfolgte. Johann dem V11. werden einige Bauten in Rom zuge: schrieben, welche zum Teil mit merkwürdigen Localsagen in Verbindung stehn. Er baute eine Capelle im S. Peter, die er mit Musiven bedecken ließ.1 Diese Mosaiken und barbarischer Ausführung machten damals großes Auf: im S. Peter. sehen: sie galten als der schönste Schmuck des Doms, und sie sind in der That die höchste Kunstleistung jener Epoche. Ihr Mittelpunkt war das streng byzantinische Bild der Jung: srau.2 Zu ihrer Rechten stand die Figur des Papsts, den viereckigen Namen ums Haupt, das Abbild der Capelle in Händen; noch heute sieht man in den Grotten des Vatican den Rest dieser Figur und die alte Jnfchrift.3 Munde be: deckten auch die Wände des Oratoriums; sie enthielten die Predigt Petri in Jerusalem, Antiochia und Rom; den Fall des Simon Magus; den Tod S. Peter7s3 und Paul55; ferner den vollständiger: Cyclus der Geschichte des .Heilandes von seiner Geburt bis zur Hinabfahrt zum Limbus. Die Technik U Jhre Beschreibung maJchte Torrigio le sac:re graue Vaticane 11. 117, ehe sie abgetragen wurde. T Dies Bildniß befindet sich seit I609 in der Capel1e Ricci zu S. Marco in Florenz Cso behauptet wenigstens Furietti de Mnsivis c. 5. p. 79J. Z 21oanne.s jncIignus Episcopns fecjt B. Dei Genitriois servus. Gre gorovius, Geschichte der Stadt Nov. H 2te Aufl. I3