Siebentes Capitcl. 1. S. Petrus. Pilgerzüge nach Rom. Der König Kadwall empfängt die Taufe in Rom, 689. Die Könige Conrad und Offa nehmen die Kutte. Sergius schmückt die Kirchen mit Weihgeschenken. Grabmal Leo7s 1. im Innern des S. Peter. Wachs end e Verehrung S. Peterö. Das Ansehn Roms, als des Haupts der Kirche, und die Verehrung des Apostels Petrus wie seiner Nachfolger auf dem römischen Stul wuchs unterdeß im Abendlande. Das mythische Grab des armen Fiichers von Galiläa in der goldschimmernden Bafilika war allmälig das Heiligtum des Occidents geworden. Zur Zeit des Prudentius wanderten noch keine Barbaren zu den Gräbern Rom7s über Alpen und Meer, aber seit der Mitte des V1l. Jahrhunderts wurde die Stadt von tausenden fernwohnender Wallfahrer aus Gallien, Spanien und Britannien besucht. Rom war wieder der Mittelpunkt der Sehnsucht der Völker geworden, nur aus anderem Bedürfniß, als im Altertum. Wenn Seneka, welcher den magnetischen Zug der Menschheit nach Rom beredt ge: schildert hat, im VII. oder VIII. Jahrhundert hätte erwachen können, so würden seinem Erstaunen die Worte gefehlt haben.1 Die Sehnsucht der Völker nach Rom dauerte, aber Brief Siehe seinen seine cM Mutter Helvia.