Pontificat Gregor7s des Großen. 89 Man hat allen Grund, namentlich aus der ersten jener Stellen zu ,be1veisen, daß Gregor sich gegen die humanen Wissenschaften feindlich verhielt, aber keinen zu behaupten, daß er selbst barbarisch oder unwissend gewesen sei. Seine Gelehrsamkeit war theologischer Natur. Wenn er Kenntnifse in der Dialektik der Alten besaß, was seine von der Philo: sDphie nie berührten Schriften nicht erkennen lassen, so wies er sie Voll sich. Seine Werke tragen die Spuren s einer Zeit, aber Gregor7S Sprache erhebt sich manchmal zu einem rhe: torischen Schwung, und sein Latein ist nicht barbarisch. Seine eigene Stellung zwang ihn auf das katholische Leben allein zu wirken, und indem er mit unglaublicher Geistes: thätigkeit den Sorgen seines Amtes und seiner beftändigen Kränklichkeit noch die Muße zu umfangreichen theologischen Schriften abzwang, ist es nnntitz von ihm und in feiner Zeit die Pflege der profauen Literatur, oder nur die Einsicht in die Notwendigkeit derselben zur Bildung des Mensd;en: geschlechtLs zu verlangen. Der Bekehrer Englands sah auch noch Italien vom fußen .Heidentum hie und da berauscht;1 Bpist. ad I2eandru1u. als Eint. in die lDxp0sjc. Moral. in Libr. Jud. Dies Gestäudniß, auf das Brucker Hist. Crit. Pl1j1. 11l. 563 viel Gewicht legt, beleuchtet Tiraboschi, und er hat Gregor mit Anstand und Geschick verteidigt. W. Gisebrecht ktle1jt:cs1sa1s. html. isp11cl lta.los p1simjs meclji aevj seculis. Berlin 18452 sagt Von Gregor: quamvis jpse cl0ctjss mjcu.i. CRtsSt de t0ns les pi1.pes, celni dont. il 11011s feste le plus dILscrits. sagt Fle11ry Hist. Eccl. V1lI. 23:3. 4 Es gab Heiden in Terracina: Weg. Ep. ZU. Vl1.; in Corsica, L. VII.; selbst in Sicilieu, 26. 11l.., und Gregor wußte, daß der Pres: byter Sisinnius in Reggio ein GötzenbiId in seinem Hause anbetec4. X.J. Wahrscheinlich war der Mann einKunstliebhaber. Sardinien war reich mit Heiden versorgt. Ep. 23. etc. III. Sie hießen Barbaricini, und