Anfänge. verachtend, seine reichen Verdienste den Armen schenkte, ohne auch in Rom etwas an seinen strengen Lebensgewohnheiten zu ändern. Aber zwischen Papst nnd Künstler auch in dieser Thatsache kündet sich die Renaissance an knüpfte sich ein inniges Band tief persönlichen Verständnisses, nnd die Erinnerung an Nicolaus V. und Fra Giovanni erhebt und rührt uns ebenso in der kleinen Kapelle neben den Stanzen Raphaels, wie von der Decke der Sixtinischen Kapelle herab der Geistergruß ZNichelanc3elos und Julius7 ll. unsere Seele erschüttert. Gewiß, als 2lkensch ist Fra 2lngelico auch in Rom derselbe geblieben; von jener Fta Giovanni Angelika. Stephanu5, predigend. innerlichen Sammlung und ernsten Konzentration, die sich in allen seinen Heiligen: und ZNadonnenbildern widerspiegelt, hat er nichts verloren, aber als Künstler fühlte er sich über sich selbst hinausgehoben. M0ä2te eine Schilderung aus dem Leben der Heiligen Stephanus und 5Laurentius seinem subjektiven Empsinden weit ferner liegen, als die heiligsten 2Nysterien des Glaubens, deren Verherrlichung er bis dahin seinen Pinsel geweiht hatte, er erroärmte sich schnell an dem gegebenen Stoff und zeigte sich als Historiemnaler ebensogrosZ wie in seinen 2lndachtsbildern und den 5childerungen aus der Teidensgeschichte des Herrn. Jst es nun der befreiende Einfluß der erhabenen Vergangenheit der ewigen Stadt und ihrer glänzenden Gegen: wart.allein gewesen, die einen so subjektiv en1pfindenden Künstler wie Fra 2lngelico 5teinn1ann, Rom in der Renaissance. 2