30 Nicht Einer, so erzählt Sanuto, der den Wünschen des Dogen zu widersprechen gewagt hätte oder es zu thun begehrte, und n1an beschloß einstimmig, die tausend Dukaten dem Bau zuzuwenden. ,,Man ging 1nit.Fleiß und Sorgfalt an die Arbeit und begann den Palast in der Form, in der wir ihn jeht sehen; doch nicht lange nachher, wie er voraussagte, starb Mocenigo, und nicht nur, daß er die Arbeit nicht zu Ende geführt sah, er sah kaum den Ansang.sI Einige Ausdrücke aus obigem Zitat für sich genom: meu, könnten Einen veranlassen zu vermuthen, daß man den ganzen Palast niedergerissen und wieder aufgebaut habe. Man muß sich jedoch vergegenwär: tigen, daß damals der seit einem Jahrhundert im Bau begrifsene neue Rathssaal thatsächlich noch unvol: lendet war. Noch hatte der Senat nicht darin getagt . . . Man wird Sauutos Art sich auszudrücken ganz natürlich finden, wenn man bedenkt, daß, wiewohl wir vom ganzen Bau als dem ,,DogenpalastU sprechen, er im Geiste der Venezianer aus vier bestimmten Gebäuden bestand: aus dem Palaste, den Staatsge: sängnisseu, dem SenatssHaus und den öffentlichen Amtszimmern . . . ,,Jl Palazzo0 war die Wohnung des Dogen, welche samt den öffentlichen Amtszimmern Moeenigo Vorschlag niederzureißen und neu aufzu: bauen; was auch geschah. Den neuen Rathssaal jedoch, der die ganze Meeress