Krieges. des Ergebnis 451 wir bemerkten, es habe Deutschland sich niemals genug der geistigen und materiellen Einwirkung des Auslandes erwehren können. Jn der Urzeit kamidie Einwirkung von Süden her durch die Römer, die, wenn sie uns auch nicht überwältigen konnten, ihre Heere doch. mehrmals mitten in Deutschland hinein führten und, zurückgeschlagen, lange Zeit einen bedeutenden Einfluß aus uns äußerten, indem sie uns beständig entzweiten und uns noch, ihre Gesetze und ihre Sprache vermachten. Nach der Völker: wanderung übten diesen Einfluß von Westen her die Franken, ursprünglich unsere eigenen Stammgenossen. Jn ihrem weiten Reiche war Deutschland nur ein abhängiges Gebiet; in seinem Innern konnte keine selbstständige Kraft sich aufrichten, die den Kern einer allgemeinen nationalen Macht gebildet hätte. Später konnte uns ein wenig zahlreiches Volk, die Ungarn, von Osten her bedrängen und schimpflich ausrauben. Als daraus Deutsch: land ein eigenes Reich wurde und die Deutschen unter drei gewaltigen Kaisergeschlechtern, wie sie kein Volk aufzuweisen hat, drei Jahrhunderte hindurch ihren Namen auf der ganzen Welt hochgefürchtet gemacht hatten, erlagen wir, abermals von Süden her, diesmal der geistigen Einwirkung des italienischen Prie: sters zu Rom. , Mit der Hohenstaufen Sturz vollbrachte er unsere politische Zertrümmerung und seitdem haben wir uns nie wieder als Gesammtvolk in Glorie erhoben. Hierauf, nach dem Emporkommen der Vasallen zu unabhängigen Herren, bei der Ohnmacht der kaiferlichen Gewalt, ein beständiges krampf: haftes Wühlen in den eigenen Eingeweiden bei thätiger Ein: mischung der geistlichen Gewalt Roms; dann Abfall ganzer Länder3J: dann ungescheute Verbindung deutscher Fürsten mit dem Auslande zu anti:deutschen Zwecken und thätige Eingrisse des Auslandes; vermehrte innere, verwüstende, meist aus der Losreißung von Rom entstandene Kriege. Endlich Abreißung ganzer Provinzen, vermehrte Bündnisse deutscher Fürsten mit dem Auslande, Abfall von mehr als der Hälfte des Landes, wüthender Kampf Deutscher gegen Deutsche und völliger Unter: gang. Kein Volk in Europa, welches nicht zeitweise seine starke Und thatsächliihe Einwirkung aus Deutschland gehabt hätte: Don Süden die Römer und der römische Papst, von Westen die Franzosen, auch die Spanier, von Norden die Schweden, die Engländer, theilweise selbst die Dänen, von früher Mederlande, SThWsiz, die V Die 2c. 29 V Burgund