183 heimkehre, darf ich sie doch nicht fehcn, hier aber halte ich es auch nicht aus. Du siehst, ich versuche zu componiren, allein die Gedanken sind nicht dabei und es wird nichts.U Theodor fah auf die Zeichnung und rief: ,,Du irrst, Freund, deine fdhwermüthige Empfindung hat sich wunderbar in dieser Landschaft ausgedrückt.H ,,Kann sein,U sagte Franz seufzend, ,,die Landschafter schaffen unbewußt mehr aus dem Gefühl als aus dem Verstande.H ,,Jch vermisse hier keine dieser Eigenschaften,U erwiedertc jener, ,,allein ich begreife in deiner Lage deine Sehnsucht nach der Stadt, dein Gefühl ist mächtiger als dein Verstand.H Es ist etwas wunderbares mit dem syncpathetischen Ge: fiihle,H sagte Franz. Obgleich ich sie nicht sehen kann, habe ich doch eine unwiderstehliche Neigung, ihr körperlich näher zu sein. Ich schniire mein Bündel und gehe nach K. hinüber, wo in einer Stunde die Post nach D. durchkommt.H Mit diesen Worten Verlies; er das Zimmer und Theodor dachte: Wie eigen ist es doch, man kann Hunderte von Meilen körperlich entfernt fein und alle Gedanken und E1n: pfindungen leben mitten unter den entferntesten geliebten Gegenständen. Das wahre Ich ist am Ende nur die Seele, und der Körper sehnt sich i1nn1er dorthin, wo jene ihre Be: friedigung zu finden hofft. So geht es auch mir, denn je mehr ich zu meinen früheren Geschäften zuriickkehre, mit meinen alten Kameraden dresche und pfliige, desto frischer und gesunder werde ich, aber meine Seele lebt unter meinen Kunst: bestrebungen und ich sehne .1nich herzlich nach Bildern und Statuen. Wenn Dolph und Franz fort sind, mit denen ich noch zuweilen darüber spreche, werde ich es auch nicht lange mehr hier aushalten. Ich sehe wohl ein, es muß gelitten