Geschichte von England, Ct1pitel merliches in dieser Rache eines Lebenden an einem Todten, eines Vaters H an seinem .KindeVJ. s Die Hoffnungen Jacob7s und seiner Verbannungsgenossen waren jeHt größer, als sie seit dem Tage von La Hogue gewesen warens Wirklich was ren die Politiker sowohl bei uns wie auf dem Continente fast allgemein der Ansicht, dass es Wilhelm unmöglich werden würde, sich viel länger auf dem Throne zu erhalten. Ohne die Hülfe seiner Frau, sagte man, würde er sich nicht so lange gehalten haben. Ihre Freundlichkeit hatte Viele ges wonnen, welche seine eiskalten Blicke und kurzen Antworten zurückgesloßen hatten. Ihre englischen Laute, Gefühle und Neigungen hatten viele ent: zückt, denen sein holländischer Aecent und seine holländischen Gewohnheiten zuwider waren. Obgleich sie nicht zur iHochkirchenpartei gehörte, liebte sie doch den Ritus, an welchen sie von Kindheit an gewöhnt gewesen war, und machte gern und mit Ehrerbietung einige Eeres monten mit, welche er, wenn auch nicht als sündlich, doch als kindisch be: trachtete, und an welchen er sich nicht überwinden konnte Theil zu nehmen. So lange der Krieg dauerte, musste er nothwendig beinahe die Hälfte des Jahres außerhalb Englands zubringen. Bis jeHt hatte sie, wenn er ab: wesend war, seine Stelle vertreten und gut vertreten. , Wer sollte sie jetzt vertreten2 Jn, welchen Stellvertreter konnte er gleiches Vertrauen setzen2 ZU welchem Stellvertreter würde die Nation. mit gleichem Vertrauen auf: blicken7 Alle Staatsmänner Europa7s waren daher einstimmig der Ansicht, dass seine im beilen Falle schwierige und gefährliche Stellung durch den Tod der Königin noch weit schwieriger und gefährlicher. geworden sei. Aber alle Staatsmänner von Europa irrten sich, und seltsamer Weise war seine Regierung nach Mariens Tode entschieden glücklicher und ruhiger als bei ihren Lebzeiten. , Fs;;kJsM. Wenige Stunden nachdem er die zärtlichste und geliebtefte Freundin verloren hatte, wurde er von dem gesährlichsien aller seiner Feinde be; freit. Der Tod war in Paris wie in London geschäftig gewesen. Wähs rend Tenifon an Mariens Bette betete, erhielt Luremburg von Bourdaloue die lehre Oelung. Der große französische General war am französischen Those nie beliebt gewesen; als man aber vernahm, dass sein gebrechlicher Körper, erschöpft von Krieg und Genuss, unter einer gefährlichen Krankheit dahinsinke, wurde der Werth seiner Dienste zum erfien Male vollsIändig ge: würdigt; die königlichen Aerzte wurden hingeschickt, ihm Recepte zu verschreiben, die Nonnenv on St. Chr erhielten Befehl, für ihn zu beten; aber Gebete und Recepte waren umsonsi. ,,Wie. sich der Prinz von Orass nien freuen wird,tt sagte Ludwig, ,,wenn er; die Nachricht von unserm Verluste erhält.ss Er irrte sich. Diese Nachricht fand Wilhelm unfähig, an irgend einen Verlust zu denken, als feinen eigenenWJ. 1695. I Dangeau7s TagebH Samt SimonIs Denkw. ad Samt Simon; Dangeau; Mvnatl. Mem für Januar l695.