7UlrutI3chntcs Capitcl. Tapltec xIX. 16o2. . Während England zuerst durch die Furcht vor einer Jnvasion und . darauf durch die Freude über das durch die Tapferkeit seiner Seeleute voll: brachte Rettungswerk aufgeregt war, fanden auf dem Continente wichtige Womit. Ereignisse Statt. Am 6. März war der König im Hang angekommen und hatte sogleich seine Anordnungen für den bevorstehenden Feldzug ges troffen. VI Die Aussicht, welche vor ihm lag, war düs1er. Die Coalition, deren Urheber und Haupt er war, hatte sich einige Monate lang in fortwährender Gefahr der Auflösung befunden. Durch welche kräftige Bemühungen, durch welche scharfsinnige Auskunftsmittel, durch welche Schmeicheleien, durch welche Befiechungen es ihm gelang, seine Bundesgenossen abzuhalten, sich einer nach dem anderen Frankreich zu Füßen zu werfen, kann man nur unvollständig wissen. Die volisiändigste und authentischfte Geschichte der Ansirengungen und Opfer, durch welche er acht Jahre lang eine Schaut kleinmüthiger und,verrätherischer, das gemeinsame Interesse vernachlüffkgender und auf einander eifersüchtiger Fürsten zufammenhielt, findet sich in seinem Briefwechsel mit Heinsius. In diesem Briefwechsel ist Wilhelm ganz er selbst. Er hatte im Laufe seines ereignissreichen Lebens mehrere bedeutende Rollen zu spielen, für welche er nicht ganz besonders gut passte, und in diesen Rollen war. sein Erfolg nur unvollkommen. Als Beherrscher von England zeigte er Fähigkeiten und Tugenden, welche ihm Anspruch auf eine ehrenvolle Erwähnung in. der Geschichte geben; aber es fehlte ihm an Vielem. Er blieb bis zuleht ein Fremder unter uns, kalt, zurückhaltend, nie in guter Laune, nie behaglich. Sein Königreich war ein Verbannnngss ort. Seine schönsten Paläiie waren Gefängnisse: Er zählte immer die Tage, die noch versireichen mussten, bis er das Land seiner Geburt, die befchnit: tenen Bäume, die Flügel der unzähligen Windmühlen, die Storchnester auf den hohen Giebeln und die langen Reihen bunter Landhäuser, die sich in den langsam dahinfließenden Eanälen spiegelten, wieder sehen sollte. Er gab sich keine Mühe, seine Vorliebe für seinen heimathlichen Boden nnd für die Freunde seiner Jugend zu verstecken, nnd deshalb herrschte er, obwohl er unserm Vaterlande große Dienste leistete, nicht in unsern Herzen. Als .iz Lonb. Zeit, 14.Mäkz 1692,