Dyr schmalkaldische .Kriig. Scbärtlin. 331 wieder, abrufen, sich mit Zusagen begnügen, von denen sich wohl voraussehen ließ daß siesnicht würden gehalten werden, und den Rückweg nach Augsburg einschlagen. . Ein .Kriegsgesährte vergleicht die Stimmung Schärtlins in diesem Augenblick mit der Stimmung Hannibalö, als er von seiner Vaterstadt aus Italien abberusen ward. s. Hiedurch geschah nun aber, daß der Kaiser nicht allein selbst ungefährdet blieb, sondern alle seine Vorbereitungen sich ohne Hindernis; entwickelten. Während die.Verbündeten in Throl vordrangen, ließ er zu Regensburg in aller Ruhe und mit den gewohnten Festlichkeiten die Vermählung zweier seiner Nichten mit dem Erbsolger in Baiern und dem Herzog von Cletus vollziehen; Noch war die ganze Gesellschast,beisammeni, als er, am 20ten Juli, mit der Achtserklärung gegen Johann Friedrich und Philipp hervor: trat. Wir brauchen hier nicht die Gründe zu erörtern, mit denen er sie rechtfertigte. Er führte noch die packischen Händel, die würtembergische, die braunschweigische Sache an, über die er sich doch schon längst mit den beiden Vuudeshäuptern vers 1ständigt.s Auch hatte er der Acht nicht, wie er durch seine Cas pitulation verpflichtet gewesen wäre, Urtheil und Recht vorher; gehn lassen: sie kann nur als ein Act der Politik betrachtet werden. Da nun einmal das Schwert gezogen wurde, mochte es ihm an der Zeit scheinen, das ganze Gewicht seiner kaisers lichen Autorität einzusehen. Die beidenVorkämpser der Feinde wurden als pslichts und eidbrüchige Rebellen, ausrührerische VerleHer kaiserlicher Majesiät von des h. Reichs Frieden aus; geschlossen; alle Stände des Reiches, geistliche und weltliche, alle Herren, Ritter, Knechte, Haupleute, bei Verlust ihrer Res galiensund Freiheiten, aufgefordert, sich von ihnen, abzusondern, ihre Unterthanen von der Erbhuldigung und den Pflichten die sie ihnen geleistet, losgezählt. An dem Tage, von welchem diese Achtserklärung datirt ist, erschienen die ersten Truppen in Regensburg die dem Kaiser suzogen: es waren zwölf Fähnlein Spanier, .die bisher.insUns garn gedient, und 500, Reiter, die Markgraf Albrecht und der Deutschmeister in Niederdeutschland geworden und durch Böhmen.