Sixtus Ba11diten. 451 Man hatte die Gewohnheit auf den Kopf eines Bani diten einen Preis zu setzen. Sixtus verordnete, dasz diese Preise nicht mehr von der Kammer, sondern vielmehr von den Verwandten des Banditen, oder. wenn diese zu arm, von der Gemeinde aus der er stan1me, gezahlt wer: den sollten. Es leuchtet ein, daß er das Interesse der Herren, der Gemeinden, der Verwandten für seine Zwecke in Anspruch zu nehmen suchte. Das Interesse der Banditen selbst be: 1niihte er sich zu erwecken. Er Versprach einem jedem, der einen Genossen todt oder lebendig einliefern würde, nicht nur die eigene Begnadignng, sondern auch die Begnadigung einiger seiner Freunde die er nennen könne, nnd iiberdiesz ein Geldgeschenk. Nachdem diese Anordnungen getroffen worden, nnd man ihre strenge Handhabung an ein paar Beispielen er: lebt hatte, bekam die Verfolgung der Banditen in kurzem eine andere Gestalt. Es war ein Glück, daß es bald im Anfang mit ein paar Oberhcinptern gelang. Es liesz den Papst nicht schlafen, dasz der Prete Guer: cino, der sich König der Cancpagna nannte, der einmal den Unterthanen des Bischofs von Viterbo verboten hatte ihrem Herrn zu gehorchen, noch immer sein Handwerk fortsetzte, und so eben neue Pliinderungen vorgenommen hatte. ,,Er betete,tt sagt Galesinus, ,,Gott möge den Kirchenstaat von diesem Räuber befreien :tt den andern Morgen lief die Nach: ruht ein, Guercino sei gefangen. Der Kopf ward mit ei: ner vergoldeten Krone an der Engelsburg ausgestellt: der 29r