.406 BUT; Staat und Hof. Sie waren meist auf Sportelu gegründet: der Industrie der Beamten war ein groszer Spielraum gelassen. Der Papst hatte nichts davon als den Kanfpreis sobald sie vas cant wurden. . Wollte der Papst zu irgend einer lostsPieligen Unter: nehmung schreiten, so bedurfte er dazu aufzerordentlicher Mittel. Jubiläen und Jndulgenzeu waren ihm eben darum höchst erwünscht: die Gut1niithigteit.der Glänbigen gewährte ihm dadurch ein reines Einkommen. Noch ein anderes Mittel ergab sich dann leicht. Um über eine bedeutendere Summe verfügen zu können, brauchte er nur neue Aen1tcr zu creiren und dieselben zu verkaufen. Eine sonderbare Art von Anleihe, von der die Kirche die Zinsen in erhöhten Ge: fällen reichlich abtrng.s ,Schon lange war sie in Gebrauch. Einem glaubwiirdigen Register aus dem Hause Chigi zu; folge, gab es in dein Jahre 1471 gegen 650 käufliche Aemter, deren Einkommen man ungefähr auf 100000 St, berechnete.I Es sind fast alles Procnratoren, Registrato: reu, Abbreviatoren, Correctoren, Notare, Schreiber, selbst Laufes: und Thürsteher, deren wachsende Anzahl die Unkosten einer Bulle, eines Breves immer höher brachte. Eben dar: aus waren sie angewiesen: ihre Geschäfte wollten wenig oder nichts sagen. Man erachtet leicht, dass die folgenden Papste, die sich so tief in die europäische11Händel verstriekten, ein so I. Gs1i ukAcii piu antic11i. MS. Bibliotheca Chigi N. ll. 50. Es sind 651 Aemter und 98340 So. Ho Alls creati0ne di Sisto IV. So wenig ist es wahr, was Om1phrius Panvinius sagt, daß. Six: tue IV sie zuerst verkauft habe: p. 348.