448 Kriegf1jhrung. Elende Verlust Von Sau Monte Savino. empfing und ihm das Haus Renato7s de7 Pazzi schenkte, des unschuldigsten Opfers der Verschwörung. Am 13. brach er nach dem Lager auf. Ehe man ihm dort den CoInmandostab überrreichte, was für die Republik durch Lorenzo, für Mailand durch Gian Jaeopo Trivulzio geschah, ließ man nach damaliger Sitte durch einen Astrologen die Sterne befragen, die den Nachmittag des 27. September für günstig erklärten. Man hätte nun erwarten sollen, eine thätigere Kriegsführung begini neu zu sehn. Aber der neue Generaleapitän getraute,sich der vermehrter: Streitkräfte ungeachtet ebensowenig wie seine Vor: gänger sich mit dem Feinde zu messen, und als dieser, den Vormarsch gegen Florenz für unrathsam erachtend, seine Stellungen im Chianti aufgab, und dem Chianathal nochmals sich zuwendend, die Belagerung von Monte Sau Savino bei gann, bedurfte es ausdrücklicher Befehle von Florenz, Ereole von Este zu vermögen, mit dem Hauptquartier auszubrechen und sich den Gegnern zu nähern. Die Langsamkeit der Bewegungen und die zahllosen erho: benen Schwierigkeiten legten an den Tag, wie wenig es ihm mit seinem Vorgehn Ernst war. Als die Heere einander nahe: gerückt waren, schlugen die Königlichen eine Waffenruhe von mehren Tagen vor, welche der Herzog mit Freuden annahm, und als die Waffenruhe zu Ende war, capitulirte Monte Sau Savino am 8. November. So durch seine geschüHte Lage wie wegen der für Verproviantirung gebotenen Leichtigkeit war,der Ort nicht ohne Bedeutung, und die Florentiner em: pfanden den Verlust schwer. Denn da zu gleicher Zeit ein Versuch, CastelIina durch Ueberraschung wiederzuerobern, wegen ungeschickter Führung des Heerhaufens fehlschlug, waren Chianathal und Chianti den Verheerungen des Feindes preis: gegeben, und die Reprcssalien auf sienesischen1 Gebiete boten schlechten Trost. Auch für andere Theile des Territoriums