428 Commines7 Mission und der Hs Stuhl. gehn, dem Papste Vorstellungen zu machen und Girolamo Riario persönlich zu bedrohen1J. Am 22. Juni verließ Commines Mailand mit einem Ges folge von fünsundzwanzig Pferden. ,,Der Herr von Argenton, so schrieb die Herzogin an ihre Gesandten in Rom, verläßt uns heute um sich nach Florenz zu begeben. Er hat den Auf: trag, alle Mächte zu vermögen sich der Obedienz des Papstes zu entziehn, indem der König von Frankreich es für das Wohl der Christenheit nothwendig erachtet, ein allgemeines Concil zu versammeln, sobald sich eine dafür günstige Stirn: mung kundgiebt. Sogleich schon wird Se. Majestät es im Kö: nigreiche zusammenrufen.H Drei Tage vorher hatte Lorenzo de, Medici dem Könige für seine Theilnahme gedankt und von der über ihn verhängten Excommnnication wie von dem bevor: stehenden Kampfe Nachricht gegeben. ,,Gott ist mein Zeuge, daß ich mir bewußt bin, gegen den Papst nichts anderes be: gangen zu haben, als daß ich lebe, daß ich mich nicht habe umbringen lassen, daß die Gnade von oben mich beschützt hat. Dies ist meine Sünde, dies mein Verbrechen, um deswillen ich Vernichtung nnd Ausschließung aus der Kirche verdiene. Aber mit uns sind die eanonischen Gesetze, mit uns ist das natür: liche und politische Recht, mit uns sind Wahrheit und Un: schuld, mit uns Gott nnd die MenschheitH2J. So verwickelt waren die Dinge als Co1nmines in Florenz anlangte, wo er Zeuge der eifrigen Rüstungen war. Er trug der Republik, den Beistand des Königs an, so für den Fall daß der Papst den Vorstellungen desselben und seiner Verbüni deten in Bezug aus die über Florenz verhängten geistlichen .Kcrvyu I; Die auf Commines7 Mission bezüglichen Actcnstürke bei Lettenhove Bd. I. S. 17:5s182. 2z Florenz 19. Juni 1478. Bei Fabroni S. 132. de