122 Cofimo VorgeheU Lesen de7 Medici. konnten. Rinaldo hatte durch Niccold Barbadori kurz vor Niccold7s da Uzzano Tode diesen zum Einschreiten bewegen wollen, war jedoch abgewiesen worden. Nun beschloß er zu handeln. Er mochte umsomehr auf Zustimmung rechnen, da Cosin1o, wenn er sich auf die Volksgunst stütg,te, den entschiei denen Guelfen durch seine Beziehungen zum alten Adel vers dächtig war, durch seine Verschwägerung mit den Bardi und Pannocchieschi, durch die seines Bruders Lorenzo mit den Cavalcanti und den Malaspina, Dynasten der Lunigiana, durch Freundschaft mit den Buondelmonti und anderen Großen. Bei vielen Einzelnen hatte er sich der Zustimmung zu einer Gewalt: maßregel gegen Cosimo und seine Anhänger zu vergewissern versucht, als die Wahl einer seinen Plänen entschieden günstigen Signorie, die mit dem Gonfaloniere Bernardo Guadagni am 1. September 1433 das Amt antrat, ihm den geeigneten Mo: ment zu bieten schien. Bernardo Guadagni gehörte einer an: gesehenen Familie an, die seit dem Beginn des 13. Jahrhunderts in den Ae1ntern vorkommt und in den Bewegungen des Jah: res 1378 den Albizzi feindlich gegenüberstand, sich dann aber ihnen anschloß. Sein Bruder Vieri, der wenige Jahre zuvor als Commissar in Arezzo in einem Gefecht den Tod gefunden hatte, war unter den vornehmsten Stützen gedachter Partei gewesen, und die Devise Exa1m,bitur, die er seinem Wappen, dem gezackten goldenen Kreuz im rothen Felde, beifügte, als er das Heer gegen König Ladislaus führte, zeigt daß er nicht geringe von sich dachte. Bernardo wäre nicht wählbar ge: wesen, weil er Steuern schuldete, aber Rinaldo tilgte die Schuld und machte den Mann zu seinem Werkzeug. Am .7. September wurde Cosimo de7 Mediei vor die Signorie geladen1J. Er war auf seiner Villa im Mugello D Cosimo7s eigene Aufzeichnungen, beiFa bron i a. a. O. Bd. JI. S. 96 ff., nseldhe über Gründe und Form des Verfahrens feinen Aufschluß geben,