III. Der fkänkische Stamm. Die Gründung des Fva11ke1tveid;g durch cghlodwig. H je Franken hatten sich in den fruchtbaren Gefilden zwischen Maus nnd IJ;TsT,;; Sa1nbre niedergelassen nnd sich von da bis an die Somme ausgedehnt. H Sie zerfielen damals in zwei Hauptstä1nme, in die Salier im belgischeu DE Gallieu um den Hauptort Dornik, nnd in die Ripnarier oder Ufer: franken auf beiden Seiten des Niederrheius3. Unter den ältesten Königen, die als Zeichen ihrer Würde ihr l1londes Haar in Ringellocken über die Schultern wallen ließen, während die übrigen Franken das ihrige al1schnitten, werden Cledio, Pharas. n1und und MeroväusZ CMerwichJ genannt, von denen der letztere als Stammvater des Herrscherhauses der Meroväer cMerwingerJ überliefert wird. Als Sohn des Meroväus3 gilt Childerich, der Vater des Ehlodwig, der diesem in einem Alter von fünfzehn Jahren in der Regierung folgte 4s1 Chlodwig, dem thatendnrstigen Häuptling, war das väterliche Reich viel zu eng; er beschloß es durch Eroberungen auszudehnen, wußte zu diesem Zwecke kriegerische Kraft mit List und Verstellung zu verbinden und war in der Wahl seiner Mittel keineswegs bedenklich. Der wirre Zustand Galliens, wo sich Westgothen, Burgunder, Alemannen und Franken im Streite heru1ntum1nelten, verlockte zu Eroberuugen: Nach dem Untergange des weströniischen Reiches C476s stand das Land zwischen Lpire, Som1ne, Aisne und dem Meere unter dem bisherigen römischen Statthalter SyagrkUs, dCs ACgkdkUS SDh11, der sich unabhängig,gemucht und, gleich seinem Vater, durch Tugend, Bildung und Leutseligkeit allgemeine Achtung erworben hatte. Nach seinem Gebiete streckte Chlodwig zuerst die Hand ans. Er forderte den Shagrins auf, Ort und Zeit zum Kampf zu bestimmen, und dieser nahm die Forderung an.