86 Germanien alte Das bis zur Völkerwa11derung. streng geschichtlichen Dingen bis zu einem gewissen Punkte berechtigte Phantasie sich dies ans5denken mag zu großen Föderationen, Stan11nvereineu, V,ölkcrbiinden znsan11nentraten. Wir können nur vermuthen, daß dass Gefolgschafts3wes en, die einzige festere Organisation innerhalb des sonst so lockeren Gefiiges des ger: 1nanischen Staates, eine Rolle bei der Gründung dieser Föderationen, welche einen wesentlich kriegerischen Charakter tragen, gespielt haben werde. Die ältesten dieser Förderationen sind die der Ala1nannen, Gothen, Franken, zu denen gegen Ende des dritten Jahrhunderts der Bund der Sachsen hinzntrat. Rö1 Aus den Krieger: Roms gegen die ger1naniscl;eu Völkerlsünbe, Mitte des 1Il. Jahrhunderts; Einbringung eines gothischen Karten mit einer Frau und einem Kinde. feiges Restes des I1l. Jahrhunderts vom Sakkophag eines römischen Feloherrn. Jetzt im Vatikanischen Mußt Mit den ersteren, den Alamanuen, welche Erben des alten Suebenbundes 214 waren, hatte Kaiser Caracalla im Jahre 214 zu kämpfen und mit Mühe drängte Hin sie nur 237 Kaiser Maxi1ninusS über die Grenze zurück. 238 wird der erste Ein: W fall der Gothen verzeichnet, unter deren Namen alle in der östlichen Ebene, an der1u1tern Donau bis zum Dniestr n11d Dniepr hin, an der Nordkiiste des schwarzen Meeres seszhaften Völker, sowie auch solrhe erscheinen, welche früher an der Weiehsel nnd Elbe begegnet sind. Am Rhein nnd an der Donau ward die 240 kJieichsgrii11ze durihbroehen. Wenige Jahre später 240 erscheinen die Franken, ein Name der früher nicht vorkommt und entweder von der Waffe Fra1n j a her: kommt oder die Freien bezeichnete kein Volks3name mithin, sondern eine kiinsti lich geschaffene, offenbar mit Bewußtsein und Berechnung gewählte Bezeichnung