Griedhen. Saudoniden und die Die 873 Aber auch die selbständige Macht der Sandoniden kann niemals bedeutend gewesen sein oder muß nach dem Beginn ihrer Herrschaft bald wieder gesunken sein. Als die Griechen am Ende des elften oder zu Anfang des zehnten Jahrhunderts auf der Westkiiste Kleinasiens landeten, vermochten die Lhder so wenig als die Teukrer und Myser im Norden, als die Karer im Süden die Festsetzung der Griechen an der Küste, den Verlust der Heiligthiimer zu S1nhrna, Kolophon, Ephesos, die Gründung griechischer Städte an den Miindungen der lhdischeu Flüsse, des Hermos und des Kaystros, auf lhdischem Boden zu hindern, obwohl die griechischen Answanderer in vereinzelten Zu: gen und wenig zahlreichen Schaaren über das Meer kamen. Gerade auf lydisehen1 Boden erhoben sich die bedeutendsten Städte der Grie: chen: Khtne, Phokaea, Smhrna, Kolophon, Ephesos; Priene, Mhns und Milet lagen auf karischem Gebiet1J. Archaistisch die Verhältnisse der Zeit des Kampfes um Ilion sesthaltend, wie die ho1nerischen Ge: sänge durchgängig thun, würden diese kau1nsnnterlassen haben, dem bedrängten Ilion starke Helfer ans Maeonien CLhdienJ zur Seite zu stellen, wenn der Ruf eines einstmals mächtigen lydischen Reiches unter den Griechen der Küste, auf Chios oder in Snthrna bestanden hätte. So gut das Gebiet und die Landschaften Lybiens den homerischen Ge: dichten bekannt sind, sie erwähnen keines hervortretenden Herrscher: geschlechtes, und doch saßen die Sandoniden als diese Gesänge zum Abschluß gelangten noch sicher ans dem Thron zu Sardes2J. Aus den Standpunkt der Bildung, welchen Lydien unter der Herr; schaft der Sandoniden einnahm, können wir nur ans vereinzelten Aug deutungen der Griechen, können wir nur aus den Dingen schließen, die die Griechen von den Lydern gelernt haben. Diese nahmen die Kulte der Lhder an, welche sie an den Stätten, wo sie Ephesos nnd Kolophon erbauten, vorfanden. Die hon1erischen Gedichte erwähnen des Reichthums und des Handels der Maeoneu3J. Deutlicher wird die früh: zeitige Kultur Lybiens durch die Meinung der Griechen bezeugt, daß die Lhder zuerst Gold und Silber gemiinzt hätten, daß sie die Kunst Wolle zu weben und zu färben erfunden hätten4J. Im Beginn des achten Jahrhunderts, wenn nicht schon früher, nahmen die Städte 1dHerod. I, 142. 2z Auch der Scf;iffskatafog Cv. seit; erwähnt nur Mests;les nnd A11tiphos als Führer der Maeonen, Söhne des Pylaemene6 und der Nymphe des Sees Gygaea.ss S; II. 18, 290. 20, 385. 43 Böckh Mctrologie S. 76.