793 Der Fall Die Ueberschwemmnng Mediens und Vorderasiens durch die Reiterfchaaren der Skhthen hatte den Bestand des affhrifchen Staai tes für den Augenblick gerettet, indem sie die Meder von der Velai gerung Ninive7s abzustehen zwang, indem sie die aufstrebende Macht des 1ncdischen Reiches liihmte. Aber die Schwärme der Skhthen waren den Asshrern nicht minder feind als den Medern und die Ueberziehnng Mesopotamiens, Shriens, Babhloniens scheint den Zu: fa1mnenhang zwischen den asshrifchen ProVinzen schwer erschüttert zu haben. In Shrien läßt sich seit Afsarhaddons Tod kein Eingreifen Afsyriens mehr wahrnehmen und nicht lange nachdem Sardanapal II den Thron besticgen, beginnen Psammetichs Kämpfe in Shrien. Noch bedrohlicher gestaltete sich die Lage für Affhrien dadurch, daß Medien sich zuerst wieder von den fkhthischen Räubern befreite. Durch die schwere Niederlage, welche König Khaxares von den Skhs then erlitten hatte, belehrt, gab er dem medischen Heer eine bessere Einrichtung. Die Truppengattungen wurden geschieden, die einzelnen Waffen in kleinere Abtheilungens getheilt und dadurch beweglicher und wirksamer für das Gefecht ge1nacht; die Reiterei, die Lanzenträger, die BogenfchüHen erhielten abgesonderte Stellungen in der Schlacht: ordnungIJ. In dieser besseren Rüstung hoffte Khaxares die Skhthen aus dem Lande jagen zu können, Durch ihre Erfolge sicher gemacht hatten sich diese in mehrere Horden zersplittert. Kyaxares nahm trolzs dem nach Herodots Erzählung noch die List zu Hülfe. Er bewirtete einen großen Haufen derselben und ließ die Trunkenen dann ans greifen und erschlagen. Nachdem es dem Kyaxares auf diese Weise gelungen sein Land etwaum das Jahr 620 zu befreien2J, wendete er feine Waffen gegen U Herod. 1, 103. 2J Herodox U, 1o6. 4, U sagt, daß die Skhtheu 28 Jahre in Afien geschulter hätten. Da der Einbruch 633 fällt sS. 748 N. 2J, so würden demnach die Skythen bis 605 das Heft in den Händen gehabt haben. Jndeß sind diese 2S Jahre, wie schon oben bemerkt, aus der Erzählung der Skos loten am Ponto8 von der Dauer ihrer Abwesenheit hervorgegangen; sie bezeichnen nicht die Zeit ihrer Herrschaft, sondern die Dauer der Abwesenheit. Daß diese cIchtundzwanzig Jahre des Herodot nicht die Herrschaft, sondern den Aufenthalt der SkhtheI1 im vorderen Ascesi überhaupt, die Zeit von ihrem Einbruch bis zum giinzi Athen Wiederversöhwinden ihrer Schaareu umfassen und daß ihrer l1ebermacht von