llI. Die ,Beitcn der ILffI1rer. 1250sss715 Chr. Ninos und Semiramis. Unter der Dhnastie der Chaldaeer war das alte Reich von Babylon der Mittelpunkt der Macht und Bildung der sen1itischen Völker, des vorderen Asiens gewesen. Diese Vormacht ging im dreizehnten Jahr: hundert v. Chr. auf einen stammverwaudten Staat iiber, der Babhs lonien selbst unterthan machte und die Herrschaft der Semiten in einem Umfange begründete, welche erst zwölfhundert Jahre nach sei: UeM Falle übertroffen werden sollte. Aber die Herrschaft der Könige von Assur war besser begründet und dauernder als die der Chalifen. Die Landschaften, welche unter dem Namen Asst;rien zusammen: gefaßt werden, liegen zwischen dem Hochlande Armeniens im Norden und dem Plateau von Jran im Osten; im Westen werden sie vom Tigris begrenzt, im Süden reichen sie über den Diala, der von Jran zum Tigris hinabfließt, hinaus1J. Unter dem Südrand des armenischen Hochlandes, den Bergen der Chaldaeer, deren schneebedeckte Gipfel das Land weithin sichtbar überragen, breitet sich zunächst ein Felsens nnd welliges Höhenland, die Landschaft Arrapachitis CArphachsadJ aus. Von der letzten Felsenreihe, welche der Tigris in einer tiefen Schlucht durchbricht, reicht der Blick weit südwärts über die Hügel nnd Steh; pen Mesopotamiens, welche sich unter diesen Höhen unabsehbar aus: dehnen, fast bis zum: Euphrat hinüber. Zwischen dem Tigris und U M. Niebnhr Assur nnd Babel S. 4o9 slgde. Plin. S, 27 nennt den Assyi rien nnd Susiana scheidenden Gebirgszug Maus Chqrbanus; Susa lag nach Herodot is, 52J 42 Parasangen, also gegen dreißig Meilen Von der Nordgrenze Susiana7s. Kteskphon lag in Assyrien; Strabon p. 732. Ptolem. S, 1. Ptolemaeos rechnet Since; Jene zu Asshrien. 28r