Die f2Cegypter. Land und Volk. Die Geschichte kennt ihre Anfänge nicht. Der Beginn wie die ersten Stufen der Entwickelung des Menschengeschlechts liegen jenseit des Gedächtnisses. Die pri1nitiven Stadien jeder Bildung der Völker so gut wie der Einzelnen, sind ohne Bewußtsein und ohne Beobachtung ihrer selbst; sie entbehren damit der Bedingungen der Erinnerung. Die ursprünglichen Formen des ,Zusammenlebens in der Familie und im Stamme, das Treiben wandernder Jäger und Hirten, die Anfänge des Ackerbaues konnten weder Monumente noch Aufzeichnungen hinterlassen. Freilich kein begabteres, kein begünstigtes Volk, welches sich über diese Anfänge hinaus. zu staatlichem Leben, ZU eigenthü1nlicher Kultur erhoben, hat es versäumt auf seine Vorzeit zUVÜCkzUblickeu. Ueberall hat man es versucht Von dem Stand; Punkte der Bildung aus, welchen man gewonnen, die Vergangenheit sich zu Vergegenwärtigen. Wie weit oder wies kurz die Erinnerung zIIVÜikVekThte, sie wurde durch Anschauungen bereichert, welche den TsUgiöse11 Vorstellungen, dem nationalen Stolze, dem Nachdenken oder der Theorie entnommen waren. Konstruktionen dieser Art bezeichnen die Akt Und den Charakter der Völker, denen sie die Stelle ihrer JUgeUdg0fEhichte vertreten, aber sie haben keinen Anspruch, den thatsöThIkchen Verlauf ihrer Entwickelung wieder zu geben. An: ders wenn die werdende Bildung einer Nation von Völkern bei VbAchtEt Wk17d, welche sich bereits aus höheren Stufen der Kultur befinden. Die Römer waren im Stande, uns ein Bild des Lebens der isUUgen germanischen Stämme zu hinterlassen, die Byzantiner konnten uns Von dem Treiben der Staren unterrichteu, das neue Europa konnte die DUt1eker, Geschichte des Alterthums I. s. Aufl. 1