Franz der Erste. 79 stand. Nur mit Widerstreben brachte er jedesmal feiner Friedens: liebe das Opfer, Krieg zu beginnen. Gezwungen von. feinen Gegnern, das klarste Recht zu vertheidigen, bedauerte er sie die es verkannten und ihm die Waffen in die Hand nöthigten. Franz dagegen, der ihm in Schlauheit nichts nachgab, besaß diese Ueberlegung nicht und es fehlte ihm die Beständigkeit im Ver: folgen der Unternehmungen. Er kam wie ein Donnerwetter, beruhigte sich aber wenn feine Blitze nicht getroffen hatten. Er war launig, empfindlich und unfähig quälende Gedanken zu beherbergen. Bezeichnend ist für ihn, was freilich erst lange nach diesen Zeiten sich ereignete, daß er beim Tode seines ältesten Sohnes nicht erlauben wollte daß der Hof Trauer an: legte oder irgend Jemand ihn an den Verlust erinnerte. Jetzt als Gefangener in Madrid wäre er vor Gram gestorben, hätten die Unterhandlungen um seine Freiheit nicht zu einem Resultate geführt. Zwei Millionen an baarem Gelde, feine beiden Söhne als Geißeln, Aufgeben der Rechte aus Burgund, Vermählung mit Karls Schwester Eleonore, das waren die Bedingungen die mit heiligen Schwiiren bekräftigt wurden. All, das aber konnte Franz nicht hindern, sobald er sich in Freiheit fah, der Verbindung gegen den Kaiser beizutreten. Dieser rüstet langsam dagegen. Im Jahre 1526 läßt er den Papst einen kleinen Vorschmack dessen kosten, was ihm in Rom bevorstände, falls er nicht Ruhe hielte. Der Eardinal Colonna, nächst Soderini der mächtigste Feind der Medici, bricht von Neapel aus mit bewaffneter Hand in Rom ein. VIII DER Papst wollte man treffen. Die vaticanifche Vorstadt, der päpltITthe Palast vor allem, wird gepliindert. Clemens flüchtet in die Engelsburg und muß mit dem kaiserlichen Statt:,