42 Leben iJUichelangelo7s. Erstes O1apitel. ich von Geld noch in Händen habe, bin meiner Verpflich: tungen quitt und ledig und sehe über Alles eine Schrift auf welche der Papst unterzeichnet.H So Michelangelo9s Vor: schlag. Die Blätter, woraus ich diese SäYe citire, scheinen das von ihm für sich selbst oder für einen seiner Freunde aufge: setzte Brouillon, nach welchem die Schrift ausgearbeitet werden sollte, welche Leo zu unterzeichnen hätte. Alle Ausgabeposten sind bis auf das geringste aufgeführt. Es ist unbekannt, zu welchem Ende die Angelegenheit gediehen ist. Hiermit schließe ich das ab was aus den Londoner Pa: pieren für den ersten Theil nachzutragen war, und was dem: selben, hätte ich diese Dinge früher benuZen dürfen, in vielen Punkten andere Gestalt gegeben hätte. Besonders für die letzten Jahre gilt dies, von denen jetzt erst im Einzelnen erhellt was Michelangelo in ihnen arbeitete und wo er sich aushielt. Das geht daraus hervor, daß ihn der Papst nicht vernachlässigte. Das ferner, daß Michelangelo Florenz immer als seine eigentliche Heimath betrachtete, und daß, wenn er sich von Rom entfernt hielt, nicht die glänzende Rolle daran Schuld war welche Rafael dort spielte, sondern die Liebe zu seiner Familie, zu seiner Vaterstadt und zu der unabhängigen Einsamkeit, in die er sich entfernt vom päpstlichen Hofe leichter zurückziehen konnte.