iIokwort. Die vorliegende Sammlung von Bruchstücken aus Briesen Friedrich Prellers des Älteren entstammt einem Brieswechsel, den er in dem Jahrzehnt von 1853ss1862 mit einer Freundin, einer hochbegabten und tüchtigen Klavierspielerin, Fräulein Marie SoestiJ geführt hat. Sie hatte als bevorzugte Schülerin von Liszt einige Jahre in Weimar gelebt und sich zu den Freunden des Preller7schen Hauses, die viel dort aus: und ein: gingen, zählen dürfen. Das gegenseitige Jnteresse und das Ver: ftändnis für die Kunst des anderen, sowie das Bedürfnis, über das, was jedem am Herzen lag, zu sprechen oder Urteile zu hören, bewirkten, daß der Gedankenaustausth brieflich ohne Unter: bredhung fortgesetzt wurde, nachdem die Künstlerin in Ausübung ihres Berufes Weimar verlassen hatte: sie war zunächst als Klavierlehrerin nach Ersurt übergesiedelt, um noch in der Nähe ihres Meisters Liszt weiter studieren zu können. Daß die 10 Jahre dieses Briefwekhsels wohl die künstlerisch wichtigste Zeit in dem Leben des Meisters darstellen, die Aus: arbeitung seines Lebenswerkes von den Vorstudien bis zur ab: sthließenden Fertigstellung der Kartons zu den Odyfsee:Bildern im Weimarischen Museum, und daß sie seinen zweiten Aufent: halt in Jtalien umfassen, verleiht seinen Aufzeichnungen gewiß SkfIi im Herbst 1900.