der Bildnerei Die Römer. 87 Aus der Zeit des Gallienus L260J der mächtige zehnekkige Bau der Minerva mec1ica. Unter Aurelian L270J Bau der großartigen Mauern und Thorthürme von Rom. Unter Diocletian Cum 290J höchst ausgedehntes Thermen zu Rom und der prächtige Palast zu Spalato. Basilica des Maxentius, von Constantin eingeweiht, am Forum. Amphitheater zu Verona. ZaPlreiche Bauten in Constantinopel. Bafilica, Amphitheater und Bäder zu Trier. Jge fäule unsern von Tretet. 2. Die Bildnerei der Römer. Z. 47. Die bildende Kunst ward bei den Römern in der frühesten Zeit nur von etruskischen Meistern an Bildwerkeu für die Tempel geübt; doch kommen auchs schon sehr früh Ehrenbildsäulen vor. Nach der Eroberung von Griechenland wurden nicht blos griechische Kunstwerke in Menge nach Rom gebracht, sondern die zunehmende Kunstliebhaberei führte auch eine große Zahl .griechischer. Künstler nach der Hauptstadt. Der ssrzgusz ist minder beliebt als die Arbeit im milden hellen Marmor; altere Vorbilder, besonders der praxitelischen und lysippischen Zeit, werden zahlreich nach: und weitergebildet; so sah besonders die Zeit der ersterbenden Republik und der ersten Kaiser eine herrliche Blüte der Kunst, wenn auch eine zweifellose Feststellung, wann diese Künstler gelebt, nicht möglich ist. Die Fülle und Mannigfaltigkeit des Hervorgebrachten ist übergroß, Arbeiten dabei von bezaubernder Anmuth, feiner geistreicher Auffassung, bewunderns: würdiger technischer Vollendung. Neben den Darstellungen aus der Götter: und .Heroenwelt wird mit Liebhaberei, dem praktischen Sinne des Römers entsprechend, das Stand: bild gepflegt, und zwar mit dem Streben nach getreuester Aehnlichkeit. Zahlreiche Kaiserstatuen in bürgerlicher oder Kriegstracht Ctogatae oder th0kacataeJ oder in Nachahmung griechifcher Götter: und Heldentypen CJupiter, AchillJ ideal gebildet, oder zu Roß; herrliche Gewandstatuen kaiserlicher Frauen und ähnliche Porträtbildungen bis in die bürgerlichen Kreise der Landstädte hinab; die Büsten der Kaiser und ihrer Verwandten sind größtentheils vortrefflich. Die Bildwerke der späteren Kaiserzeit offenbaren eine zunehmende Verderbnis des Geschmackes; auch die Behandlung des Marmors wird nicht selten peinlich oder sorglos. Auch das Relief findet vorzügliche Ausbildung, besonders an den Ehrenbogen u. a. geschichtlichen Denkmalen; schwächer End die Bildwerke der Kaisersäulen. Doch unterscheidet sich das römische Relief von dem griechischen; während das lehtere in seinen feinen Formen, der durch: sichtigen Anordnung, der geringen Tiefe, dem meist aus der Götter: und Heldeusage geschöpften Stoff ein ideales Gepräge hat, ist das römische Relief weit gestaltenreicher, gedrängter, mehr in die Tiefe gehend, geschieht: lichen Stoffes, zur Verherrlichung irgend einer bedeutenden Persönlichkeit dienend. Ja den ersten zwei Jahrhunderten der Kaiserzeit zugleich hohe Blüte der Steinschneidekunst; die Cameen aus dem Zeitalter Augustus stehen an Größe und schöner Arbeit neben denen der Ptoletnäer, ebenso sind die Bildnisköpfe der Münzen trefflich geschnitten; die der legten Kaiserzeit werden künftlerisch ganz werthlos. Berühmte Meister Pasiteles, Erzgießer, civjs komanus, um 92 v. Chr, Arkes1laos, Erzgießer und Bildhauer, 74ss46. benso gehören der römischen Zeit an Kleomenes