Die AnfäUS9 der Kunst bildenden zusammenseht, der Kupferstich, Holzschnitt und. Steindruek, welche, ver: zichtend auf den Reiz der Farbe, nur durch die schöne Zeichnung, das Spiel von Licht und Schatten wirken. Jnsofern die Kleinkünste, die Stein: und Stempelschneidekunst, Gold: und Silberschmiedekunst, Elfenbein: und Holzschnixzerei, Fein: töpferei mit der Benutzung eines dauerhaften Stoffes die Absicht künst: leriseh vollendeter Darstellung und Ausschmückung verbinden, sind sie ebenfalls in der Kunstgeschichte zu betrachten. Wo die Kunst sieh mit dem Handwerk berührt, wie in der Tischlerei, Weberei, Stiokerei, Waffen: schmiedekunst, wo sie demnach das für den täglichen Gebrauch Dienende ziert, sind ihre Hervorbringungen mehr der Kulturgefchichte zuzuweisen; doch hat auch das Kunsthandwerk bisweilen ungemein Vorzügliches hervorgebracht. Hauptwerke: Kugler, Handbuch der Kunstgeschichte. 2 Bde. 5. Aufl. bearb. von Lübke. 1872. Lübke, Grundriß der Kunstgeschichte. 7. Aufl. 1876. Schnaafe, Geschichte der bildenden Künste. 2. Aufl. 7 Bde. 1865 ff. Riegel, Grundriß der bildenden Künste. Z. Aufl. 1875. Kugler, Geschichte der Baukunst. 5 Bde. 1856 ff. Lübke, Geschichte der ZlrcZ1iäFkturi8Z4Bde. 5. Aufl. 1875. Rosengarten, Die architektonischen Stilarten. Lübke, Geschichte der Plastik. 2. Aufl. 1871. Kugler, Geschichte der Malerei s,eigg5:vnstI4äi;21 d. Gr. Z. Aufl. Z Bde. 1867. Görling, Geschichte der Malerei. Bilderwerke: Lübke, Denkmäler der Kunst. Z. Aufl. 1874 ff.; davon Volksausgabe mit Supplement, Die Kunst der Neuzeit. 1868. Essenwein, Atlas der Architektur. 1875. Carridre, Atlas der Plastik und Malerei. 1875. Kunst: historische Bilderbogen. Leipzig, Seemann. 1877. Z. 2. Die Anfänge der bildenden Kunst liegen in vorgeschicht: licher Zeit und zeigen in den verschiedensten Erdtheilen große Aehnlichkeit; erst im Laufe langer Jahrhunderte bildet sich für die verschiedenen Völker ein eigenthümlicher Kunststil aus. Die ältesten Spuren der Kunstübung finden sich in den Zieraten der irdenen Töpfe, der Spinnwirtel 2e., in der Ausschmückung der Waffen oder Geräthe mit einfachen grad: oder krummlinigen Ziergliedern LQrnamentenJ; sehr,früh auch tritt schon ,die Darstellung von Thieren ein, wie u. A. die eingeschnittenen Zeichnungen vom Mammuth, Pferd 2e. aus vorgeschichtlichen Geräthen aus Knochen oder Rennthierhorn beweisen. Ebenso liegen die Anfänge der Baukunst in vorgeschichtlischer Zeit. Der älteste Hausban war kunstlos und vergänglich, Höhle, Zelt, Psahlbau oder Holzhütte. Die bildende Kunst im höheren Sinne nimmt in ihrem ersten Anfang wie im Beginn jeder neuen eigenthümlichen Entwickelungs: stuse ihren Ausgang von der sinnlichen Darbildung religiöser Vorstellungen, He erwächst aus dem Bestreben, das als heilig Verehrte, das Grab und die Stätte des Gottesdienstes, in würdiger und dauerhafter Weise durch steinerne Denkmäler zu bezeichnen. Und so hat auch die Kunst aller Völker und aller Zeiten in dem Bau des Gotteshauses, in der sichtbaren Darstellung des Göttlichen ihren Gipfelpunkt gefunden. Z: Z. Die ältesten Baudenkmale Europas, im Uebrigen vielfach verwandt mit denjenigen anderer Erdtheile, haben das Gepräge des