174 zur Entwicklung ihrer Kunst nothwendigen Zucht standhaft unterwerfen. Diejenigen, denen sie Ver: gniigen bereiten sollen, müssen sich stets klar darüber sein, daß ihnen diese listigen Künstler nicht zu Gebot stehen, wenn sie selber nicht doppelte Arbeit schaffen, um jene mit Speise nnd Trank zu vers sorgen. 6. Es ist die Pflicht der Regierung hinsichtlich der Arbeits:Vertheilung zuvörderst für die Bedürfnisse der Aermsten zu sorgen; sie muß deßhalb die Nebengassen jeder Stadt unter ihre besondere Obhut nehmen, indem sie die mehr oder minder Vornehn1es ren, je nach ihrem äußeren Glanz, der eigenen Für: sorge überläßt. Und es ist die Pflicht des Magistrats und der anderen Vorgesetzten, insbesondere aller Bis schöse, aufs genaueste, die Zahl der Aermsten in der Gemeinde, wie auch die Art ihres Lebengunterhaltes und ihrer Lebensweise zu kennen und sich zu über: zeugen, daß wenigstens sie ein züchtiges und behags liches Leben führen, denn wenn nach aller heilsamen Zucht der Armuth, die Armen nicht rechtlich sind, was muß nach allen gesahroollen Prüfungen und Versuch: ungen der Zustand der Reichen seinP Sind aber anderseits die Armen wohlbesorgt und rechtlich, dann auch haben die Reichen, wenn sie ein ehrbares und anständiges Leben führen wollen, Aussicht in das Himmelreich zu kommen.