auf Nk2fös Leben Thorvaldfens 79 rath von weichem Thon, und aus demselben hat ein kleiner Knabe einen Klumpen herausgenommen, aus welchem er eine Schaale formt. Als Thorvaldseu dieses Basrelief modelIirt hatte, iind demselben ein Pendant geben wollte, wählte er im Gegensasz zum häusliches; Les ben eine Sceue ans dem frischen Landlcbeu, welches zu den täglichen Genüssen gehörte, nämlich eine Badescene ani Meeresufer. Hier ist es das Somn1erleben des Familienvaters und der beiden älteren Söhne, welches der Künstler hat charakterisiren wollen. Der Vater ist ans dem kühlen Bade emporgestiegen, und damit beschäftigt, sich eben abzntrocknen. Der jüngere Sohn ist mit seinem Pferde im Wasser gewesen, um sich zu baden, nnd wendet Ich an den älteren Bruder, welcher mit seinem Hunde von der Jagd zurücktehrt und seine Beute zeigt. Das Familienlebeu auf Nhsö schenkte in der Regel unserm Künsis ler ruhige Arbeitsstunden, erfrischende Ausflüge und gesellschaftliche Zerstreuungen, d. h. wenn nicht Besuche nach und Einladungen zu den angrenzenden Herrenühen dann und wann die gewöhnlicheTagess ordnung iinterbrachen. Vom frühen Morgen an fühlte Thorvaldsen sich in der Regel zur Arbeit hingezogen, und wenn er recht in die Arbeit hineingekommen war, ließ er sich iiicht gern eher unterbrechen, als bis er gegen Mittag so ermüdet war, daß er, um am besten auszuruhen, eine Spayiers tour zu Wagen durch die herrlichen Waldparticn an der Meeresküste unternahm. Nach Tische pflegt er sich großväterlich in dem weichenLehnstuhle. Dort saß er mit halbgeschlossenen Augen nnd nickte, während seine Lieblingsmelodien vom Fortepiano töuten, und ihn iii Schlumi mer wiegten. Wenn er später erwachte, und nun im Zimmer ein wes nig aufs undsabgi1ig, in welchem der Dichter Anderseu zuweilen unters haltend den Mittelpunkt einer der Gruppen der Versammelten bildete, trat er manchmal auf diesen zu, klopfte ihn auf die Schulter und sagte mit jener liebenswürdigen Schelmerei, die ihm so ganz eigenthümlich war: ,,Kriegeu wir Kinder denn heute Abend nicht ein Mährchen2ss Und mit seiiiem seiiien Gefühl für den tiesenWerth dieser Erzählungen