GERÄUSCHE Wenn es in den alten Äpfelbäumen rauscht, ist es anders. Und wenn es in Tannenwipfeln rauscht, ist es anders. Wenn es über Felder braust, ist es anders. Wenn es im Weidenbusche rauscht, ist es anders. Wenn es über Almwiesen braust, ist es anders. Wenn es Rosenstöcke im Garten schüttelt, ist es anders. Wenn es in Birken säuselt, ist es anders. Wenn ein getroffener Hase schreit, ist es anders. Wenn ein Käuzchen am Waldessaume abends klagt, ist es anders. Wenn der Rabe halberfroren krächzt, ist es anders. Wenn der Kanarienvogel trotz Gefangenschaften schmettert, ist es anders. Wenn der verlaufene Hund heult, ist es anders. Wenn das Baby in der Wiege un- hörbar atmet, ist es anders. Immer ist es anders, aber die wenigsten hören es! Beethoven, ganz, ganz tief in dich hinein horch- test du, Tauber, vernahmst so die Geräusche der ganzen Welt: Das Konzert des Sturmes, das Konzert der Stille, das Konzert der Klagen, das Konzert des Kicherns! Und du gabst es einfach wieder, wie Berg- wände das Echo So wurde es die Musik derWelt! Ich fuhr das süße junge Kindermädchen Sonntag abends im Boote zur Bucht. Die Ruder sangen im Wasser. Das Kindermädchen sagte: „Die Kinder sind so lieb, die gnädige Frau ist so lieb, Sie fahren mich spazieren, und ich bin nur ein armer Dienstbote". IIZ