dais es die Kirchen und fonitigen Kunflbauten gewiffermafsen als Wohnfiätten benutzt, dafs fid1 das Markttreiben um die Denkmäler und Brunnenwerke drängt, machen wir ein Eifengitter um diefe und emphnden es als nProfanatiom, wenn die Marktweiber um die Statue der Germania oder des Landesfürften herumfitzen, Wir bauen Schmuckbrunnen, feit wir die Wafferleitungen haben, weil man jetzt den Dienftmädchen verbieten kann, dort Waffer zu holen; alfo weil die Brunnen keinen Zweck mehr haben! Die chriftliche Tradition fpricht gegen die Annahme, eine Kirche müffe frei liegen. Es ift alfo Sache des Architekten, zu unterfuchen, ob nicht durch An- bauten das künflzlerifche Bild der Kirche gehoben werden könne. Die Aengfilichkeit, die ein Grundzug im kirchlichen Bauwefen unferer Zeit ifl, wird dahin drängen, nur kirchlichen Zwecken dienende Bauten mit der Kirche zu gruppieren. Die katholifche Kirche hat ihre Vorbilder in den Klöftern und Stiftern. Das {und gefchloffene Gemeinfchaften, die in erfter Linie dem Gottesdienile fich weihen. Aehnlich die alten Spitäler und Hofpitze, bei denen der Gottesdienii nicht in gleicher Weife die Hauptfache ift, der Kirchenbau aber doch oft über das Wefen einer Kapelle, alfo eines Teiles des Haufes, felbft hinauswächü.