keinen Nutzen. Die Verschiifer sollten aus diesem Grunde be- müht sein, nur beste, frische Blockware auf den Weg zu bringen. Satin-Nußbaum gehört zu denjenigen amerikanischen Harthöl- zern, deren Beschaffung vorläufig noch keinerlei Schwierigkeiten macht. Der Export ist von Jahr zu Jahr zurückgegangen und wird auch noch weiter zurückgehen, wenn die Industrie nicht wieder mit der Verarbeitung dieses verhältnismäßig preiswerten Nutzholzes beginnt, welches in Europa anscheinend noch nicht genug bekannt ist. Während 1891 bis 1900 ungefähr 800 Kubik- meter Blöcke durchschnittlich pro Jahr über Hamburg gegangen sind, hat das Jahr 1911 6500 Kubikmeter gebracht, welche ganz in den Konsum übergegangen sind. Nach dem Weltkriege jedoch ist die Einfuhr auf wenige hundert Kubikmeter Blöcke zurückgegangen, ein geradezu auffälliger Abfall. Ob die Zu- fuhren von parallel besäumter Schnittware auch so beträchtlich gewichen sind, ließ sich nicht feststellen. Mit Nußbaum hat dieses Holz nichts zu tun. Offenbar hat der Farbenton in Ver- bindung mit der dem Walnußholze ähnlichen Struktur zu der Benennung Anlaß gegeben, was leicht zu Verwechslungen führen kann. Teakholz. Ein exotisches Nutzholz, welches seit langem alljährlich in größeren Posten nach Europa gebracht wird, ist das Holz des Teakbaumes (Tectona grandis), aus der Familie der Verhenaceen oder Eisenhartgewächse. Dieser Baum findet sich nur vereinzelt oder in Gruppen vor. Er hat schon in den ersten Anfängen der indischen Kultur eine Rolle für den Tempelbau gehabt. Zuerst haben die Engländer den großen Wert dieses Baumes, der in Ost- und Hinterindien seine Heimat hat, erkannt und für sich ausgenutzt, hauptsächlich für den Schiffshau. Aber auch die Niederländer wurden bald auf die guten Eigenschaften des auf der Insel Java wachsenden Teakhaumes aufmerksam und suchten dieses Nutz- und Bauholz im Mutterlande gleichfalls zu ver- 165