Blöcke und Bohlen außer den fertigen Furnieren alljährlich. Im Jahre 1910 sollen ungefähr 40 OOO Blatt gleich zirka 40 OOO Qua- dratmeter Nußbaumfurniere ausgeführt worden sein, mit deren Herstellung sich einige Fabriken in Tiflis und Batum beschäf- tigen, wovon über die Hälfte nach Deutschland gebracht worden ist, und zwar auf dem Seewege über die Schwarzemeerhäfen Ba- tum, Poti und andere. Die gelb-schwarzen kaukasischen Nuß- baumfurniere soll man möglichst nicht heizen. Im Kaukasus sollen sich noch umfangreiche Wälder befinden, welche bei sach- gemäßer Ausbeutung noch auf Jahre hinaus gutes Material bie- ten, auch wenn die Mode mal wieder einen größeren Konsum herbeiführen sollte; in der Nähe der Küste sind die Wälder größtenteils erschöpft. Der Baum wird bis 20 m hoch, er bildet häufig vom Grunde aus mehrere Äste. Die Maserknollen sind ge- schätzt. Kurz erwähnt sei noch das italienische Nußbaum- holz, welches fast ausschließlich in Bohlen hereinkommt, die nach Bruttokubikmetern gehandelt werden. Ein kleines Ange- bot befriedigt die wenigen Abnehmer dieses Holzes für feinere Möbel und Innenbau vollständig in Deutschland. Französisches Nußbaum erreicht uns noch weniger. Von Afrika kommen in den letzten Jahren einige 100 tons, die nicht sehr brauchbar sind. Von Australien erhielten wir 1929 ca. 500 tons wenig brauch- bares Holz. Okoumö. Seit vielleicht 30 Jahren hat ein recht preiswertes, quali- tativ geringeres Nutzholz angefangen, sich in wachsenden Men- gen den europäischen, besonders aber bei der ausgesprochen großen Vorliebe der Deutschen für billigere Hölzer, den deut- schen Markt zu erobern. Dieses Okoumeholz, auch Gabun und Afrikamabagoni fälschlicherweise benannt, dessen botanische Abstammung noch nicht mit voller Sicherheit hat festgestellt werden können, kommt hauptsächlich in großen Beständen im Gebiete des Kongo und seiner Nebenflüsse vor. Zweifellos aber ist Okoume (vermutlich Aukoumea klaineana) weder im Sinne 143