dilleren (chilenische Seite); hier gibt es noch große Lärchen- bestände; da dieselben sich aber zum größten Teil in schwie- rigen und unzugänglichen Gegenden befinden, so ist eine Aus- Wertung infolgedessen sehr schwer möglich. Eine Ausnahme hiervon macht der große Lärchenwald an den Ufern des Todos los Santos Sees. Hier ist eine leichte und sehr wirtschaftliche Auswertung möglich, in erster Linie um die dringenden Nach- fragen und Aufträge der Verbraucher in Bariloche (argenti- nische Grenze) zu befriedigen, zweitens aber auch um den chile- nischen Markt mit diesem Holze zu versorgen. Dächer und andere Bauten aus Lärchenholz, die Wind und Wetter ausgesetzt sind, bestehen schon in diesen Gegenden seit über 100 Jahren und beweisen somit die fast unbegrenzte Dauer- haftigkeit des Holzes und zu gleicher Zeit aber auch seinen hohen Wert. Es ist allgemein bekannt, daß das Lärchenholz aus den patagogischen Kordilleren in Fachkreisen als ein wertvolles Holz angesehen wird. Das Lärchenholz zeigt im Schnitt eine hellrote Farbe und hat als Hauptmerkmal eine absolut parallele Faserung. Aus diesem Grunde und durch das Fehlen der Äste läßt es sich leicht in Stücke bis zu den dünnsten Platten schneiden, die den größten Absatz finden. Zu dieser Eigenschaft kommt noch eine weitere, nicht weniger wichtige hinzu. Das Holz behält immer seine ebene Fläche und krümmt sich niemals, obgleich es in frisch gehauenem Zustande verarbeitet wird; es sieht aus, als ob es ge- hobelt wäre. Durch seine fast unbegrenzte Dauerhaftigkeit für indu- strielle Zwecke, durch seine enorme Widerstandsfähigkeit gegen jeden atmosphärischen Einiluß, durch seine Eigenschaft, sich nicht zu kriimmen, durch seine große Elastizität und durch seine leichte Verarheitungsmöglichkeit hat das Lärchenholz ein großes Verwendungsfeld. Die Verwendungsmöglichkeit umfaßt folgende Zweige: Fa- brikation von Ziegeln für Dächer, innere Bekleidungen, Bauholz für jeden Zweck, Schiffsbauten, Boote, Türen, Fenster etc. etc. 105