ter werden auf Spezialgebieten stets Sachverständige der Branche heranziehen. Für alle Teile am besten und billigsten jedoch ist es immer, wenn beide Parteien sich in freundschaftlicher Weise ohne Ar- bitrage, Schiedsgericht und Gericht einigen. Sie sparen nicht allein Kosten, sie erhalten sich auch das gegenseitige Vertrauen und erleichtern sich den Abschluß zukünftiger Geschäfte. Der Lieferungs-Kontrakt. des Von ganz außerordentlicher Bedeutung ist die Abfassung Holzkontraktes im überseeischen Handelsverkehr zwischen Exporteur (Agenten) und Importeur einerseits sowie zwischen Importeur und Holzgroßhändler oder Fabrikanten andrerseits. Wie viele Differenzen ließen sich durch Austausch eines vom Agenten oder Makler sachgemäß ausgestellten Kontraktes ver- meiden! Die Grundlage eines solchen Schlußzettels, der über den Ankauf schwimmender Partien, häufig aber auch über noch an der Küste des Ursprungslandes und im Walde liegender oder gar noch einzuschlagender Ware lautet, soll das gegenseitige Ver- trauen der Kontrahenten bilden. Jeglicher Versuch, die Gegen- partei durch Einfügen arglistiger, zweideutiger, ungünstiger Be- dingungen zu übervorteilen und zu täuschen, sollte im reellen Lieferungsgeschäft vermieden werden. Der Verkäufer sollte nur d a s im Kontrakt versprechen, was er menschlicher Berechnung nach im festgesetzten Termin zu liefern in der Lage ist. Der Käufer sollte es vermeiden, im Verkäufer eine feindliche Partei zu erblicken, die man bei der geringsten Abweichung ohne wei- teres haftbar zu machen sucht. Der Käufer sollte niemals ver- gessen, mit welchen ungewöhnlichen, unberechenbaren Schwie- rigkeiten der Ablader in überseeischen Ländern häufig zu kämpfen hat. Es dürfte wohl in den seltensten Fällen Böswillig- keit seitens des Verkäufers zugrunde liegen, wenn in der Lie- ferung Verzögerungen oder sonstige Schwierigkeiten eintreten. 44