Die Zukunft der Holzwirtschaft der Erde. Der Weltkrieg und die Nachkriegszeit haben eine beträcht- liche Steigerung der Holzerzeugung und des Verbrauchs fast aller Länder der Erde, insbesondere Europas, gebracht, die den jährlichen Zuwachs überstiegen haben dürfte. Es entsteht nun die wichtige Frage, auf welche Weise ist der entstandenen und weiter zunehmenden Holzverringerung entgegenzuarbeiten, wie kann der wachsende Konsum fast aller Länder der Erde be- friedigt werden, ohne daß Raubwirtschaft an einem unserer wichtigsten Produkte verübt wird. Wenn eine erfolgreiche Reform durchgeführt werden soll, dann muß man sich zunächst eine klare Vorstellung über die Lage der Holzwirtschaft der ganzen Erde an Hand einer mög- lichst zuverlässigen und umfassenden Holzstatistik machen, die auch solche Erdteile und Länder umfaßt, die bislang auf diesem wichtigen Gebiete vernachlässigt worden sind. Diese Statistik muß in jedem Lande auf Holzzuwachs, Holzerzeugung und Holz- verbrauch aufgebaut werden, je nachdem es sich um Holzaus- fuhr- oder Einfuhrstaaten handelt oder um solche, die beides betreiben. Zu den ersteren zählen in Europa: Rußland, Finn- land, Schweden, Norwegen, Tschechoslowakei, Polen, Öster- reich und Rumänien. Hinzu kommen die Länder Amerikas und die Kolonien Afrikas. Eine einheitlich gehaltene forstwirtschaft- liche Produktionsstatistik muß u. a. Auskunft geben über die be- waldeten Flächen, die Baumgattungen, die Art und das Alter der Wälder, das Besitzverhältnis, die bisherige Produktion, den jährlichen Zuwachs und die Ausbeutung, die Zugänglichkeit der