schlagens und Strickspannens" an den ägyptischen Tempeln bis zu den Zeichnungen im Skizzenbuch des Vilars von Honecort im drei- zehnten Jahrhundert, Abb. 62, die auch bisher nicht gedeutet werden konnten. Ja die entarteten Ausläufer geraten noch bis ins achtzehnte Jahrhundert, wie beispielsweise die mit vielem mystischen Beiwerk, mit "ägyptischer und chaldäischer Magie", Pythagoräischer Weisheit, Salomonischen Sprü- chen und Ovidischer Symbolik ausgestatte- W ten Ausführungen des VW? J oh. J ak. Schübler zei- gen. (Kurzgefaßte Deli- K neationderproportiona- x y len Säulenordnungen, W W Nürnberg 1741.) Was I, A ehemals Klarheit war, w ist hier bedauerliche ( i; "x _ wg. k. Verwirrung. Das Ar- 3:1 f: beitsgeräte des Werk- l meisters und Künstlers ist ein Spielgerät schul- verzopfter G9' Abb. 62. Aus dem Skizzenbuch des Vilars von Honecort, 13. Jahrh. lehrsamkeit geworden. Ich gebe als Probe ein Stück des Textes (S. 15), der zur Erläuterung der hier (Abb. 63A) wiedergegebenen Tafel II dienen soll: „Ja Ovidius Metamorph. Lib. VI. bringet den Wett-Streit Minervse und der Lydiae nachdencklich in einer Fabel vor, und hänget das Spinnen -Werck zum steten Angedencken auf. Ich hingegen aber, heisse die aus den möglichen und geometrischen Spinnen-Weben ähn- lichen Eriindungs-Linien, so auf dem hier abgezeichneten Quadrat mit 1. 2. 3. 4. 5. bemercket, und über welchen auch ein Cörperliches Winckel-Eisen ruhet, und eine Reiß-Feder und Circkel, ein Lineal im Gegen-Gewicht erhalten, mit allen Recht: Radices figuratorum der universalen exacten Delineation, und mache dahero an statt einer Er- klärung dieses Cubi, mit seinen Instrumenten und Vermögen, der Lehr- begierigen Jugend folgenden nachdencklichen Lehr-Satzi: Wer zur Bau-Bild-Mahler-Kunst, durch die rechte Thür will kommen Und hat nicht von 1. 2. 3. den Begriif recht eingenommen, 111