75 n. 1m künklerifdae emmmma Wir beiorgen uns nun mehrere Stüdtdven möglichit dünnes Glas, gewöhnliches Feniteridieibenglas, das wir durdo Hnritjen mittels einer Feile an der Glaskante und Brechen an dieierStelle veriudien, mit recht iladv gebogene Kanten zu bekommen. Das gute Gelingen des Zerbrecbens iit Zufallsiadve, man bridvt eine Einzahl Stücke und legt iicb dieie neben dem Schärfftein zuredvt. Das Sdmeiden mit dem Diamanten, um fladi gebogene Glas- ftücke zu erhalten, hat keinen Zweck, da durch das flnrigen des Diamanten und nachherige Brechen des Glafes keine glatten iondern rauhe Brudaftellen entftehen, die zum Sdvaben untaug- lich fand. Wir können nun mit dem Schaben beginnen, zuerit iit wie- derum der Rüdten auszuicbaben; man legt das Leder, Fleiich- ieite nach oben, auf den Sdvärfftein, io daß ein Teil desielben über den Stein nach dem Hrbeitenden zu herüberragt, der mit dem Llnterleibe durdv Gegendrüd-cen an die Steinkante feft gehalten wird. Nun nimmt man ein Stück Glas in beide Hände und idiabt den durdv die Bleiftiftlinien feit begrenzten Teil des Rückens in ieiner ganzen Breite, Strich für Strich, links beginnend, red-its aufhörend, einmal durdv, dann dreht man das Leder herum, hält die eben geidvabte Hälfte des Leders feit und idvabt die andere Hälfte einmal durch, dann dreht man das Leder wieder herum und ichabt nun zum zweitenmal die erfte ange- fangene Hälfte des Stüdtes, dann dreht man wieder herum, um auf dieie Weiie io fortzufahren, bis der Rüdaenteil die nötige Dünne erreicht hat. Das Herumdrehen nach iedesmaligem Scha- ben ift ein wefentlidves Erfordernis, um exakte Gleichmäßig- keit zu erzielen. Falidw iit, erit die eine Hälfte des Rüdwns auf die nötige Dünne zu bringen, und dann erft die andere Hälfte; man erzielt dadurch keine gleidvmäßig ebene Fläche. Man vergeiie hierbei fliCbt das, was id) bereits auf Seite 72 gefagt habe, bei Büdvern mit erhabenen Bünden nidvt zu dünn auszufchaben. lit der Rücken gleidomäßig auf die nötige Dünne gebradvt, bricht man ihn an den Bleiftiftlinien, die den Rücken an dem Falze (Sdiarnier) abgrenzen, Narbenieite auf Narben-